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Faurecia: Grundstück noch nicht gekauft

Theiß in Sorge Faurecia: Grundstück noch nicht gekauft

Der Autositzhersteller Faurecia hat das Grundstück, das für die inzwischen auf Eis gelegten Erweiterungspläne vorgesehen ist, noch nicht gekauft. Das hat Stadthagens Bürgermeister Oliver Theiß auf Anfrage bestätigt. Das 50000 Quadratmeter große Areal an der Industriestraße ist noch in Stadtbesitz.

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Noch nicht erworben hat Faurecia dieses Grundstück an der Industriestraße, auf dem der jetzt auf Eis gelegte Erweiterungsbau entstehen soll.

Quelle: rg

Stadthagen. Diese hatte die Fläche eigens frühzeitig erworben, um sie zu einem geeigneten Zeitpunkt schnell an Faurecia veräußern zu können. Wie Theiß berichtet, waren die Verhandlungen zwischen Stadt und Faurecia über den Kauf des Grundstücks eigentlich schon beendet gewesen: „Wir waren soweit, den Notarsvertrag fertigen zu lassen“. In dieser Situation habe das Unternehmen jedoch Ende November überraschend verkündet, die Neubaupläne zunächst zu stoppen.

Von Anfang an sei von den Firmenvertretern klargestellt worden, dass das Grundstück erst dann gekauft wird, wenn über den Erweiterungsbau die letzte Entscheidung getroffen ist, ergänzt Theiß.

Wie berichtet hat der Konzern entschieden, das 35Millionen Euro-Projekt vorerst ruhen zu lassen – und zwar mindestens bis Mitte 2017. Der Schritt war mit der Verschärfung der Situation auf dem Automarkt begründet worden. Im kommenden Sommer solle die Situation mit Blick auf die Erweiterungspläne neu bewertet werden, hatte das französische Unternehmen angekündigt.

Theiß zeigt sich „wegen der Unsicherheit in Sorge“. Der Bürgermeister fügt hinzu: „Ich hoffe sehr, dass die Investition noch kommt, aber ich bin im Moment eher besorgt als zuversichtlich.“

Von außen schwer zu bewerten

Man müsse ganz realistisch sehen, so Theiß, dass man von hier aus „keinerlei Einflussmöglichkeiten auf die Entscheidungen in der französischen Konzernzentrale von Faurecia hat“. Auch die hiesigen Faurecia-Verantwortlichen, mit denen die Stadtverwaltung einen regelmäßigen Kontakt pflege, seien auf die Entscheidungsvorgaben aus Frankreich angewiesen. Die Entscheidungsgründe, das Investitionsvorhaben vorerst auf Eis zu legen, seien von außen schwer zu bewerten, meint Theiß, wenn man keinen Einblick in die Firmeninterna habe. Denkbar seien beispielsweise gewisse Auswirkungen der VW-Dieselabgas-Krise.

Theiß betont, direkt nach der Veröffentlichung der Entscheidung, das Investitionsprojekt vorerst ruhen zu lassen, „ist mir aus dem Unternehmen signalisiert worden, dass die grundsätzliche Absicht, den Erweiterungsbau vorzunehmen, weiterhin besteht“. ssr

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