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Stadthagen Stadt Faurecia: Umzug von Stadthagen nach Hannover?
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Faurecia: Umzug von Stadthagen nach Hannover?
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09:37 20.04.2018
Neben dem Stadthäger Standort könnte auch ein Faurecia-Werk in Peine von dem Umzug betroffen sein. Quelle: rg
Stadthagen

Nach SN-Informationen soll es entsprechende Kontakte der Geschäftsleitung zur hannoverschen Stadtverwaltung geben. Ein Sprecher der Stadt Hannover wollte die Informationen auf Anfrage nicht bestätigen. Ansiedlungsgespräche würden ohnehin grundsätzlich vertraulich behandelt, hieß es lediglich.

Ein Faurecia-Unternehmenssprecher bestätigte erneut nur, es gebe „aktuell Überlegungen, die Forschungs- und Entwicklungsteams“ der Bereiche Autositze und Innenausstattung „im Norden Deutschlands stärker zu vernetzen" (SN berichteten). Der Standort für die Komponenten für Fahrzeuginnenräume befindet sich in Peine. „Ob, in welcher Form und in welchen Bereichen diese Vernetzung Sinn machen könnte, wird in den kommenden Monaten analysiert und ist noch nicht entschieden“, fuhr der Sprecher fort. Er betonte, „dass bisher keine grundsätzliche Entscheidung für ein Neubau-Projekt getroffen wurde“. Und: „Damit gibt es bisher auch keine Entscheidung gegen den Standort Stadthagen.“

500 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel

Da Faurecia mehrere Möglichkeiten prüfe und „im Falle eines Neubaus eine größere Investition in der Region“ plane, sei eine abgewogene Entscheidung sehr wichtig. „Wir rechnen derzeit damit, dass diese Entscheidung in den kommenden Monaten fallen wird“, kündigte der Firmensprecher an.

Der Stadtteil Marienwerder liegt im äußersten Westen von Hannover, und zwar mit freien Gewerbe-Arealen in unmittelbarer Nähe der Autobahn-Anschlussstelle Herrenhausen. Der Flughafen Langenhangen ist nur gut zehn Auto-Minuten entfernt. Zudem liegt der Standort fast in der Mitte zwischen Stadthagen und Peine.
Ende November war bekannt geworden, das Faurecia den vollständigen Abzug seiner Stadthäger Forschungs- und Entwicklungsabteilung erwägt. In diesem Zusammenhang solle eine „Analyse von weiteren Standortalternativen in ungefährer räumlicher Mitte zwischen Stadthagen und Peine erfolgen“, hatte eine Unternehmenssprecherin damals mitgeteilt. Auf dem Spiel stehen damit für den Stadthäger Standort, wie berichtet, mindestens 500 Arbeitsplätze.

ssr