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Stadthagen Stadt Ferngas-Leitung wird erneuert
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Ferngas-Leitung wird erneuert
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14:45 14.03.2018
Das Basislager für das Rohrbauprojekt an der Habichhorster Straße. Quelle: RG
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STADTHAGEN

Das genannte Grundstück dient gleichsam als Basislager für das Rohrprojekt. Dabei handelt es sich um eine Ferngasleitung vom Ruhrgebiet bis nach Hannover, die in Besitz der Firma Open Grid Europe GmbH (Essen) ist und von dieser auch betrieben wird.

Nach Auskunft von Projektleiter Martin Höhner stammt die Leitung aus dem Jahre 1930. Routinemäßige Untersuchungen hätten ergeben, dass in einigen Abschnitten die Dichtungen zwischen den Rohrteilen mittlerweile nicht mehr voll funktionsfähig seien. Daher müsse die Leitung in den entsprechenden Abschnitten erneuert werden. „Wir reparieren die alten Rohre nicht, sondern erneuern die Leitung komplett“, erläutert Höhner.

Einen Meter unter der Erde

Bei Stadthagen handele es sich um einen 1,6 Kilometer langen Abschnitt genau parallel zur Umgehungsautobahn zwischen der Krebshäger und der Habichhorster Straße, umreißt Höhner. Zeitgleich werde in Schaumburg ein weiterer 2,4 Kilometer langer Abschnitt in einem Bogen südlich von Kreuzriehe und nördlich von Riehe in der Samtgemeinde Nenndorf erneuert.

Die Rohre mit einem 40 Zentimeter großen Durchmesser liegen nach Angaben des Projektleiters mindestens einen Meter unter der Erdoberfläche: „Wenn wir andere Leitungen kreuzen, müssen wir teilweise auch tiefer gehen.“ Die neuen Rohrteile werden nach dem Stand der Technik miteinander verschweißt.

Einer ist dagegen

Erneuerung bedeutet laut Höhner, dass die alten Rohre im Erdreich verbleiben und mit Beton verfüllt werden, damit das Erdreich nicht irgendwann absackt. Direkt daneben werde eine neue Leitung verlegt. Bevor das Erdgas durch die neuen Rohre strömt, muss die Leitung vor dem Umschalten für eine kurze Zeit ganz unterbrochen werden.

Höhner räumte ein, dass auf dem Stadthäger Abschnitt entlang der Umgehungsautobahn ein Grundeigentümer dem Vorhaben noch nicht zugestimmt hat. Der Projektleiter hofft, dass noch ein gütliches Einvernehmen erzielt wird. Ansonsten müsse in diesem Einzelfall ein sogenanntes Besitzeinweisungsverfahren angewendet werden.

Fertig bis Mai

Dieses würde auf der Basis des Planfeststellungsverfahrens geschehen, das vor dem Hintergrund, dass die Erdgasversorgung dem Gemeinwohl dient, im Zweifel Zwangsmaßnahmen vorsieht.

Geplant ist, das Projekt im Mai abzuschließen. Die Investitionssumme für das Unternehmen beträgt nach Angaben von Höhner für die beiden Abschnitte in Schaumburg rund drei Millionen Euro. Die bauausführenden Firmen sind die PPS Pipeline Systems (Quakenbrück) und die Friedrich Vorwerk KG (Tostedt). ssr

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