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Feuer in den Werkstätten der PLSW

350 Mitarbeiter evakuiert Feuer in den Werkstätten der PLSW

Als gegen 10 Uhr die Brandmeldeanlage in den Werkstätten der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland (PLSW) ertönen, denken noch alle an eine erneute Feuerwehrübung. 350 Mitarbeiter – davon 300 mit Behinderung – verlassen innerhalb kürzester Zeit ruhig das Gebäude am Ostring. Als sie draußen stehen dann die Gewissheit: Es brennt wirklich.

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Auf dem Flachdach des Gebäudes am Ostring zeigt sich das Ausmaß des Brandschadens.

Quelle: pr.

Stadthagen. Dunkle Rauchschwaden steigen in den blauen Himmel dieses sonnigen Donnerstagmorgens.

Wenig später ertönen die ersten Martinshörner – und das ändert sich auch in der kommenden Stunde nicht. Immer wieder fahren Mannschaftstransportwagen der Freiwilligen Feuerwehren der Umgebung vor. Notärzte, Rettungswagen und nach der Hubrettungsbühne aus Stadthagen erreicht auch die Drehleiter aus Bad Nenndorf den Einsatzort. Mittlerweile ziehen das Feuer und der Großeinsatz immer mehr Schaulustige an.

Der Brand ist nach ersten Erkenntnissen in der Männerumkleide ausgebrochen, die zur Schlosserei gehört. Die Flammen haben auch die abgehängte Zwischendecke des Flachdachs erreicht. Von der Hubrettungsbühne aus und von innen mit Atemschutzausrüstung löschen die Helfer die Flammen. Gegen 12 Uhr kann Einsatzleiter Rainer Pflugradt Entwarnung geben, der Brand ist gelöscht. Einzige Gefahr jetzt noch: mögliche Brandnester in der Zwischendecke. Im Laufe des Nachmittages verlassen auch die letzten Feuerwehrleute das Gelände am Ostring.

Die 350 Mitarbeiter sind zu diesem Zeitpunkt schon längst zu Hause. Ein Weiterarbeiten nach dem Zwischenfall unmöglich. Eigenständig oder aber mit Transportern der PLSW wurden die Angestellten nach Hause gefahren.

„Wenn nicht alle so gut reagiert hätten, dann hätte es schlimm ausgehen können“, macht Pflugradt deutlich. Die Evakuierungsübungen in der Einrichtung haben sich an diesem Tag bewährt. Dem stimmt auch Anja Panitz, Assistentin der Geschäftsführung, zu. „Das hat wirklich reibungslos funktioniert.“ Hektisch sei es allerdings am Einsatzanfang gewesen. Denn da galt noch eine Frau im Rollstuhl als vermisst. Die Mitarbeiterin sei allerdings eigenständig und wahrscheinlich auf den Weg in die Innenstadt. Kurz darauf traf eine Streifenwagenbesatzung die Frau vor dem Krankenhaus an.

Nach derzeitigem Stand der Dinge ist die Brandursache noch völlig unklar. Die PLSW-Geschäftsführung geht davon aus, dass diese Woche der Schlossereibetrieb ruht. Erst einmal müsse der Brandschaden begutachtet werden.

Die Bilanz des Feuers: Keine Verletzten, 76 Feuerwehrleute unter anderem aus Stadthagen, Wendthagen-Ehlen, Enzen, Bad Nenndorf, sieben Krankenwagen, 16 Rettungsassistenten, zwei Notärzte, drei Polizeiwagenbesatzungen im Einsatz – und die Gewissheit, dass alle Mitarbeiter im Ernstfall wissen, wie sie zu reagieren haben. vin, tbh

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