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Feuerangst: Fehlalarm in Hagenstraße

Stadthagen / Brandserie Feuerangst: Fehlalarm in Hagenstraße

Brenntage in Stadthagen – angesichts der aktuellen Brandserie sind der Freitag und Sonnabend (9. und 10. November) vermutlich nicht die besten Termine dafür. Zu einem Fehlalarm in der Hagenstraße sind Polizei und Feuerwehr am Freitagmittag ausgerückt.

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Ein Brandschützer beim Einsatz am Nordwall. Die Lage bei der Feuerwehr ist angespannt.

Quelle: rg

Stadthagen (jcp). Starke Rauchentwicklung hatte einen Bürger alarmiert, der Anruf ging nach Polizeiangaben gegen 12.46 Uhr ein. Als Brandschützer und Beamte jedoch vorfuhren, „ertappten“ sie lediglich einen verdutzten Gartenbesitzer, der – völlig legal – seinen Grünschnitt in Flammen aufgehen ließ.

Anlieger des infrage stehenden Innenstadt-Areals haben allen Grund, sensibel auf gesichtete Rauchwolken zu reagieren. Zuletzt hatten nur wenige Gehminuten vom Schauplatz des Fehlalarms entfernt ein Carport an der Gerbergasse und ein Schuppen am Nordwall gebrannt.
Als „angespannt“ bezeichnet Ernst-Wilhelm Coith, Pressesprecher der Feuerwehr Stadthagen, die Stimmung unter seinen Kollegen. Selbstverständlich gehe es „an die Substanz, kaum noch eine Nacht durchzuschlafen“.

Dabei können die Feuer am Tage sich unter Umständen noch verheerender auswirken. In einer sogenannten „Alarmschleife“ der Feuerwehr arbeiten etwa dreißig Personen – ehrenamtlich. Was bedeutet, dass sich bei einem Feuer um elf oder zwölf Uhr mittags viele noch bei der Arbeit befinden, womöglich außerhalb. Coith selbst geht seinem Brot-und-Butter-Job in Hannover nach.

„Wir rechnen pro Einsatz mit etwa 50 Prozent einer Alarmschleife“, sagt der Pressesprecher. Zu personellen Engpässen sei es bis dahin noch nicht gekommen.

Im Innenstadtbereich schätzt Coith vor allem die dichte Bebauung mit den engen Gassen als gefährlich ein. Sie könnte sowohl Rettungskräften das Durchkommen erschweren als auch einem Feuer das Übergreifen erleichtern. Die Feuerwehr rücke deshalb mit größtmöglicher Einsatzkraft auch zur brennenden Mülltonne aus. „Nicht, um die Mülltonne zu retten“, erklärt Coith. „Sondern um die Ausbreitung zu verhindern.“

Seit Ende Oktober summieren sich die „vermutlich vorsätzlichen Brandstiftungen“ in Stadthagen und Hülshagen Polizeiangaben zufolge auf 15 Taten. Darunter fallen kleinere Ereignisse wie ein brennender Papiercontainer, der von Anwohnern gelöscht werden konnte, wie auch Großbrände – zum Beispiel der einer Lagerhalle in Hülshagen.

Axel Bergmann, Pressesprecher der Polizei Stadthagen, bittet die Stadthäger Bevölkerung im Namen der Polizei „darum, besonders aufmerksam zu sein und der Dienststelle alles mitzuteilen, was irgendwie auffällig oder verdächtig wirkt“.

Von der Aufstellung einer Bürgerwehr, „wie in der Presse zitiert“, rate die Polizei aber dringend ab. „Niemand sollte sich selbst oder andere Personen in Gefahr bringen.“ Bergmann schließt mit dem dringenden Appell: „Bitte rufen Sie uns an! Wir kontrollieren lieber ein dutzend Mal vergebens, als einmal zu wenig.“

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