Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Feuerwerk trotz Flugzeugabsturz

Krammarkt-Spektakel umstritten Feuerwerk trotz Flugzeugabsturz

Der Krammarkt in Stadthagen ist Dienstagabend mit dem traditionellen Höhenfeuerwerk zu Ende gegangen – nicht alle Stadthäger konnten das genießen.

Voriger Artikel
WIR/FDP unterstützt Allee-Lösung
Nächster Artikel
Die Daten sind da

Mit einem Höhenfeuerwerk verabschieden die Schausteller die Besucher des Frühjahrs-Krammarktes. 

Quelle: rg

Stadthagen.  Angesichts des tragischen Flugzeugunglücks des Germanwings-Airbuses, bei dem 150 Menschen ums Leben kamen, fanden einige das Spektakel unangebracht.

„Mehr Pietätlosigkeit geht wohl nicht“, heißt es in einem Schreiben an die SN. Selbst wichtige politische Gespräche seien gestrichen worden, Staatsbesuche unterbrochen – da stelle sich die Frage, warum das Feuerwerk in Stadthagen aus gegebenem Anlass nicht abgesagt wurde. „Ich bin einfach nur fassungslos“, empört sich eine Stadthägerin.

„Es gibt viele Menschen, die kommen nur wegen des Feuerwerkes“, erklärt Timo Noack, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Schausteller, von denen das Feuerwerk organisiert wird. Und auch dieses Mal sei der Dienstag wieder der Tag mit den meisten Besuchern gewesen. Vor allem für Kinder sei das Abschlussfeuerwerk ein Ereignis, auf das sie sich besonders freuen. „Ich denke, dass wir auch viele Menschen enttäuscht hätten, wenn das Feuerwerk nicht stattgefunden hätte“, so Noack.

Sowohl er selbst als auch seine Schaustellerkollegen seien bestürzt: „Ich habe auch nachgedacht, zumal meine Tochter vor einem Jahr mit der gleichen Airline nach Spanien geflogen ist.“ Dennoch sei es nicht so einfach, kurzfristig alles abzusagen und vor allem auch den jüngsten Besuchern zu erklären, warum. Der Pyrotechniker sei bereits vor Ort gewesen, das Feuerwerk war aufgebaut und alles auch schon bezahlt.

„Im Falle einer Betroffenheit wie im westfälischen Haltern wäre in Abstimmung mit den Schaustellern eine Schließung des Krammarktes selbstverständlich gewesen“, heißt es in einer Stellungnahme der Stadtverwaltung, die tiefe Betroffenheit und Anteilnahme am Schicksal der Passagiere und ihrer Angehörigen bekundet. Ähnliche Veranstaltungen seien jedoch auch an anderen Orten durchgeführt worden.

Die Verwaltung bedauere es aber, wenn „einzelne Personen sich durch die Durchführung des Abschlussfeuerwerkes in ihren Gefühlen verletzt sehen“. tbh

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg