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Firmeneigene Kindergärten – eine Idealvorstellung

Stadthagen / PLSW-Talk Firmeneigene Kindergärten – eine Idealvorstellung

Die von der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland ins Leben gerufene Talkrunde hat ganz im Zeichen der Themen aktives Altern, Generationenfreundlichkeit und Demographie gestanden. „Wir müssen uns frühzeitig auf die neue Entwicklung einstellen“, erklärte der Europa-Abgeordnete Burkhard Balz.

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Der PLSW-Talk kommt bei den Zuhörern gut an.

Quelle: Foto: par

Stadthagen (par). Balz betonte, dass der Landkreis Schaumburg mit seiner verhältnismäßig großen Bevölkerungsdichte im Vergleich zu anderen Regionen noch deutlich besser dastehe. Er sprach sich dafür aus, dass zukünftig vermehrt Einrichtungen für ältere Menschen geschaffen werden sollten. Bei diesem Punkt hakte Guido Scholl, Redakteur der Schaumburger Nachrichten, ein und wies darauf hin, dass auch Eltern besser entlastet werden müssten, um ihren Kinderwunsch zu erfüllen. „Firmeneigene Kindergärten – das wäre meine Idealvorstellung, zumindest bei großen Firmen. In Frankreich klappt das ja auch schon.“ Die Moderatorin der Runde, Schauspielerin Sabine Bulthaup, bekräftige Scholl und wies darauf hin, dass „unsere Nachbarn es geschafft haben, die Geburtenraten wieder zu erhöhen.“´

Ilka Niemeyer, Ärztin bei der Bundeswehr, bestätigte, dass auch sie die Erfahrung gemacht hat, dass fehlende  Krippen- und Hortplätze dazu führen können, dass der Kinderwunsch aufgeschoben wird.

Anschließend stellte Bulthaup an IGS-Schüler die Frage, ob es ihnen Angst mache, dass auf ihren Schultern zukünftig viel Druck laste – immer weniger Menschen müssten schließlich immer mehr versorgen. „Angst ist das falsche Wort. Arbeiten müssen wir ja ohnehin. Es sind aber Zweifel vorhanden, ob es überhaupt möglich ist“, erklärte Sarah Schlader.

Anschließend stand die Frage im Mittelpunkt, wer sich um die alten Menschen kümmern soll. „Es hat in den Industrienationen eine Verschiebung stattgefunden. In Afrika ist es heute noch undenkbar, dass man seine Verwandten nicht selbst pflegt“, erklärte der pensionierte Studiendirektor Herbert Röhrkasten. „Da auch die Frauen zunehmend berufstätig sind, ist das heute nun mal schwierig geworden“, so Balz.

Alle Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass Pflegeberufe zukünftig aufgewertet werden müssten, um sie attraktiver zu machen.

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