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Flair vergangener Zeiten ist allgegenwärtig

Stadthagen / "Tage der Weserrenaissance" Flair vergangener Zeiten ist allgegenwärtig

Gucken, staunen und einfach genießen: „Die Tage der Weserrenaissance“ haben sich als voller Erfolg erwiesen. Nicht zuletzt trug das gute Wetter dazu bei, dass die Begeisterung der Einheimischen und der vielen Besucher ungebremst war.

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Stadthagen (par). Aber auch das Programm wusste zu überzeugen: Egal, ob auf dem Marktplatz, in den Gassen, im Schlossgarten, im Museum Amtspforte, in der Zehntscheune oder am alten Franziskanerkloster – es gab überall etwas zu sehen und zu bestaunen.

Ein Höhepunkt war für viele Gäste der Auftritt der fürstlichen Hofreitschule Bückeburg, die ihre edlen Rosse dem Publikum präsentierten.

„Wir sind spontan aus Rinteln gekommen und sind begeistert. Man vergisst glatt das Essen und Trinken – hier gibt es so viel zu sehen“, sagte Günter Preuß, der zusammen mit seiner Frau Maritha auf Erkundungstour ging.

Auf dem Stadthäger Wochenmarkt war die Stimmung seit ausgelassen. Theater- und Musikgruppen verstanden es, die Besucher zu unterhalten und auf die Renaissance-Zeit einzustimmen. Auch in den Abendstunden war beste Unterhaltung garantiert: Kerzenlicht beleuchtete die Straßen, und viele ließen es sich auf dem Marktplatz oder vor der dem Landsberg'schen Hof bei einem Glas Wein in gemütlicher Atmosphäre so richtig gut gehen.

Renaissance in anderen Städten

Erstmals wurden „Die Tage der Weserrenaissance“ dafür genutzt, um die Besucher auch auf andere reizvolle Gegenden im Umkreis des Schaumburger Landes aufmerksam zu machen, denn schließlich rücken die Innenstädte als kulturelles Erbe der Weserrenaissance in den Fokus der Touristen. „Wir wollen den Besuchern in Stadthagen die Schönheit anderer Regionen nicht vorenthalten“, erklärte Olaf Boegner vom Schaumburger Land Tourismusmarketing.

Unter anderem war das Weserrenaissance-Museum „Schloss Brake“, das in Lemgo beheimatet ist, mit einigen Mitarbeiterinnen vertreten, die kräftig die Werbetrommel rührten. „Wir wollen den Zusammenhalt mit Stadthagen demonstrieren“, erklärte Rita Schmidt. Gerne nahmen die vorbeischlendernden Besucher das Informationsangebot wahr.

Schaumburger Friede

In der Zehntscheune konnten alle Besucher am Wochenende auf Entdeckungsreise gehen. Im ersten Stock wusste die Ausstellung „Schaumburger Friede“, die die Reise von Fürst Ernst zu Holstein-Schaumburg (1569 - 1622) durch das Schaumburger Land im vergangenen Jahr thematisierte, zu überzeugen. Selbst bei sommerlichen Temperaturen ließen es sich die Besucher nicht nehmen, Sequenzen aus der Dokumentation des „Schaumburger Friedens“ zu schauen. Im Erdgeschoss gab der Künstler Theodor Vollmer Einblicke in die Gartenkunst und den Kunstgarten.

Gaukler und Musiker

Der Marktplatz war fest in der Hand von Gauklern sowie Theater- und Musikgruppen, die sich alles andere als unauffällig unter die Besucher des Wochenmarktes mischten. Der Gesang und der Klang der Instrumente sorgten für ein ganz besonderes Flair. Der Markt ging ausnahmsweise bis um 16 Uhr. Die Händler hielten für ihre Kunden leckere Küchenrezepte aus der Zeit der Renaissance bereit. Insbesondere die kleinen Besucher kamen auf ihre Kosten: Puppenspiele und Kinderschminken standen auf dem Programm und bereiteten Freude.

Nachtatmosphäre

Die Chance, die Sehenswürdigkeiten der Kreisstadt einmal mit ganz anderen Augen zu sehen, haben am späten Abend rund 40 Besucher wahrgenommen. Die beleuchtete Innenstadt erstrahlte in den Abendstunden in einer ganz neuen Atmosphäre. Passend dazu gab es unter Anleitung der Gästeführerin Jutta Heil einen Rundgang in der Dunkelheit.
„Elektrisches Licht gibt es in Stadthagen erst seit 1914“, erklärte sie den aufmerksamen Zuhörern, die den Spaziergang sichtlich genossen. Auf die Ausleuchtung des Schlosses mussten die Teilnehmer jedoch verzichten.

Bilder auf leben31.de.

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