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Flüchtiges Denkmal der Erinnerung

Stadthagen / Reichspogromnacht Flüchtiges Denkmal der Erinnerung

Die Reichspogromnacht jährt sich am Sonnabend, 9. November, zum 75. Mal. Aus diesem Anlass lädt der Förderverein ehemalige Synagoge Stadthagen zusammen mit dem Wilhelm-Busch-Gymnasium (WBG) zu einer halbstündigen Gedenkfeier am Jüdischen Friedhof an der Seilerstraße in Stadthagen ein. Beginn ist um 17 Uhr.

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Stadthagen. Schüler des WBG werden auf dem Friedhof die Namen und Schicksale der vertriebenen, verschleppten und ermordeten jüdischen Bürger Stadthagens verlesen, an die auf dem Friedhof kein Grabstein erinnert.
Im Anschluss an die Gedenkstunde folgt um 19 Uhr ein Vortrag des israelischen Historikers Gideon Greif. Er wird in der Aula des Gymnasiums an der Schachtstraße einen Vortrag unter dem Titel „Die ,Reichskristallnacht‘ als Wendepunkt in der Geschichte der Shoah des deutschen Judentums“ halten.
 Greif lehrt an der University of Texas in Austin israelische und jüdische Geschichte. Pädagogische Projekte führt er bereits seit 1994 mit Schülern und Studenten in Deutschland, Österreich, Dänemark und Polen durch.
 Zwischen den beiden Terminen ist das WBG geöffnet. Die Schüler tragen nach der Gedenkfeier am Friedhof die Namen zu einem „flüchtigen Denkmal der Erinnerung“ in der Schule zusammen, heißt es.
 In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Deutschland, von Nationalsozialisten angezündet, etwa 1400 Synagogen und Bethäuser ab, heißt es in der Einladung des Fördervereins. Hunderte Juden wurden ermordet oder in den Selbstmord getrieben, Tausende jüdische Geschäfte, Wohnungen und Friedhöfe zerstört. 30.000 Juden wurden für Wochen und Monate in Konzentrationslager deportiert. In Stadthagen wurde zwei Nächte später ein Brand in der Synagoge gelegt. kil

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