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Flüchtlinge: Zuzug nimmt stark ab

Ausreichend Unterbringungsmöglichkeiten Flüchtlinge: Zuzug nimmt stark ab

Der Zuzug an Flüchtlingen in die Kreisstadt hat in den vergangenen Monaten deutlich nachgelassen. Wie Gerhard Bock vom Fachbereich für Bürgerdienste auf Anfrage mitteilte, sind Stadthagen in der letzten Zeit noch durchschnittlich zehn Geflüchtete pro Monat zugewiesen worden.

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Die Anzahl der Flüchtlinge, die nach Schaumburg kommen, nimmt ab.

Quelle: Symbolfoto dpa

„In den Wintermonaten waren es hingegen etwa 20 Flüchtlinge wöchentlich gewesen“, nannte Bock eine signifikante Vergleichszahl.

  Aktuell leben in der Kreisstadt nach Angaben von Bock 236 Asylbewerber. Die meisten von ihnen wohnen dezentral in einzelnen Wohnungen über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Eine kleinere Sammelunterkunft gibt es an der Gubener Straße, wo derzeit acht Flüchtlinge untergebracht sind. Dazu kommen zwei stadteigene Wohngebäude an der Lauenhäger Straße und an der Vornhäger Straße, in denen jeweils 20 Geflüchtete in mehreren Wohnungen leben.

 Nach Angaben von Bock verfügt die Stadt derzeit über genügend Wohnungen, um die mittlerweile geringere Zahl hinzukommender Asylbewerber unterzubringen. „Wir haben im Moment noch einige Wohnungen als Puffer in der Hinterhand, um den anfallenden Bedarf zu decken“, erläutert Bock. Zusätzlich seien aktuell noch weitere Wohnungen im Angebot, die auf ihre Eignung gerprüft werden.

 Die Situation vom vergangenen Winter, „als wir teilweise unter zeitlichem Druck und mit großen Anstrengungen intensiv und am Ende erfolgreich nach Wohnungen gesucht haben“, so Bock, habe sich geändert: „Im Moment reichen wir mit Wohnungen für die nähere Zukunft aus.“ Bürger könnten zwar nach wie vor Wohnungen anbieten, ergänzt Bürgermeister Oliver Theiß, „aber eine Garantie, dass der Landkreis die auch anmietet, gibt es derzeit nicht mehr“. Der Landkreis wolle schließlich nicht Gefahr laufen, so Theiß, angemietete Wohnungen nicht belegen zu können.

 Der Trend in der Kreisstadt spiegelt die Situation im gesamten Landkreis wider. Nach Angaben von Anja Gewald, einer Sprecherin der Kreisverwaltung, sind die Zuzugszahlen „deutlich zurückgegangen“. Demnach kommen in der jüngeren Zeit „nicht mehr als 25 Flüchtlinge wöchentlich nach Schaumburg“. Anfang dieses Jahres waren es hingegen noch „150 bis 180 Asylbewerber pro Woche“ gewesen.

 Für die kommenden zwei Wochen sind die Zuweisungen nach Schaumburg nach Angaben von Gewald ausgesetzt. Anschließend erwarten die Verantwortlichen der Kreisverwaltung auf Sicht einen weiteren Zuzug von etwa 25 Flüchtlingen wöchentlich. „Wie es mittelfristig weitergeht, ist nicht absehbar, weil das von einer ganzen Reihe von Unwägbarkeiten abhängt, die schwer abzuschätzen sind“, verdeutlicht Gewald.

 Für die derzeitige Zahl an ankommenden Geflüchteten seien im Landkreis genügend Unterbringungsmöglichkeiten vorhanden, betont die Sprecherin: „Das ist im Moment kein Problem.“  ssr

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