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Stadthagen Stadt Flüchtlinge protestieren im Kreishaus
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Flüchtlinge protestieren im Kreishaus
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19:12 12.02.2016
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Stadthagen

Wie Klaus Heimann, Erster Kreisrat, auf SN-Anfrage erläuterte, waren die Flüchtlinge erst am Vortag in Stadthagen angekommen. Von den 100 neu zugewiesenen Flüchtlingen von Donnerstag konnten nicht alle dezentral untergebracht werden. „Wir haben keine Wohnungen mehr“, sagt Heimann. Aus diesem Grund musste eine Gruppe vorerst in der Notunterkunft in der Herderschule einziehen.
Diese Neuankömmlinge machten sich am nächsten Tag auf den Weg zum Kreishaus. Dort sagten sie, die Behörde erst zu verlassen, wenn Wohnungen zur Verfügung ständen. Zwei Stunden brauchten Heimann und seine Kollegen, um den Familien und Paaren klar zu machen, dass es derzeit keinen andere Möglichkeit als die Herderschule gebe. Die Stimmung war nicht aggressiv, betont der Erste Kreisrat. Dennoch spricht er von einem „anfangs beharrlichen Auftreten“. Auch die Polizei zog die Verwaltung hinzu. Nach etwa zwei Stunden ließ sich die Gruppe überzeugen und verließ das Kreishaus.
Heimann appelliert erneut an alle Schaumburger, Wohnraum zur Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. 

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