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Frehrking: Vernetzung nicht gelungen

Kirchenamt nennt Gründe für Nguyen-Fürsts Aus Frehrking: Vernetzung nicht gelungen

Weil sie die Erwartungen aus Sicht der Kirchenleitung nicht erfüllt hat, musste die St. Martini-Pastorin Thien Huong Nguyen-Fürst gehen.

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Quelle: pr

Stadthagen. Das geht aus Äußerungen des Präsidenten des Landeskirchenamtes, Christian Frehrking, dazu hervor. Wie berichtet, hat die Landeskirche den ausgelaufenen Zweijahresvertrag mit der 53-jährigen Theologin nicht verlängert.
Mit der Hälfte ihrer Stelle war Nguyen-Fürst mit der Arbeit am Aufbau einer landeskirchlichen Frauenarbeit beauftragt. „Es ist ihr aber nicht gelungen, eine landeskirchenweite Vernetzung der Frauenarbeit herzustellen“, konstatierte Frehrking. Das sei „ein maßgeblicher Grund“ dafür gewesen, dass der Arbeitsvertrag nicht verlängert worden ist.
Mit der anderen Hälfte ihrer Stelle war Nguyen-Fürst als Pastorin in der St. Martini-Gemeinde eingesetzt. „Wir hätten uns inhaltlich und qualitativ in der kirchengemeindlichen Arbeit von ihr mehr erwartet“, sagte Frehrking dazu.
Das auf zwei Jahre befristete Arbeitsverhältnis sei von vorne herein in beiderseitigem Einvernehmen unter der Voraussetzung „wir probieren es einmal“ geschlossen worden, fügte Frehrking hinzu. Diese Art der Anstellung von Nguyen-Fürst sei „einer besonderen Konstellation“ geschuldet gewesen, und für die Landeskirche „eher ein Einzelfall“. Der Kirchenamtspräsident betonte, die Entscheidung über die Nichtverlängerung des Vertrages und die Kommunikation darüber sei „im üblichen Zeitrahmen“ erfolgt.

Abfedern von Mehrbelastungen

Um die landeskirchliche Frauenarbeit kümmere sich die damit beauftragte Meerbecker Pastorin Antje Stoffels-Gröhl, berichtete Frehrking. Diese sei von Nguyen-Fürst unterstützt worden: „Jetzt müssen wir aufarbeiten, was in den beiden vergangenen Jahren passiert ist und die Frauenarbeit neu ausrichten.“
Die halbe Stelle Nguyen-Fürsts in der St. Martini-Gemeinde sei ohnehin Teil einer bis 2020 wegfallenden Personalstelle gewesen, erläuterte der Kirchenamtschef. Die Theologin sei dort eingesetzt gewesen, um Mehrbelastungen im Umfeld des Oberpredigerwechsels abzufedern.
Frehrking räumte ein, Nguyen-Fürst habe „Personen zum Glauben und näher zur Kirche gebracht“. Dass einige dieser Menschen „jetzt enttäuscht sind, ist verständlich“.
Die von der Kirchenleitung gegebene Begründung für die Nichtverlängerung des Arbeitsvertrages sieht Kirchenmitglied Andrea Jungbluth als „definitiv falsche Einschätzung“ an. Die Christin war in Frauen- und Bibelkreisen von Nguyen-Fürst aktiv und setzt sich für die Theologin ein. „Was hier von einer Männerdomäne entschieden worden ist, ist ein Unding und letztlich unchristlich“, empört sich Jungbluth. Sie habe bereits zahlreiche Anrufe und Mails von ebenso zornigen Kirchenmitgliedern bekommen. „Eine Frau ist auch schon ausgetreten“, berichtete Jungbluth. Sie rate allen Betroffenen, ihren Protest in einem Brief an den Landesbischof zu formulieren. ssr

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Die Wellen des Unmuts und des Protestes schlagen hoch: Zahlreiche Kirchenmitglieder und auch andere interessierte Bürger äußern ihr Unverständnis und ihre Verärgerung darüber, dass der Arbeitsvertrag mit der früheren Stadthäger Pastorin Thien Huong Nguyen-Fürst nicht verlängert worden ist.

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