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Freibad-Streit wieder entfacht

Stadthagen Freibad-Streit wieder entfacht

Erneut greift WIR/FDP die SPD in Sachen Freibad scharf an. Die Ratsgruppe argumentiert mit Zahlen. Genau mit denen wehren sich allerdings die Sozialdemokraten – und verweisen erstmals auf interne Berechnungen der Stadthäger Wirtschaftsbetriebe.

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Quelle: Archivfoto

Stadthagen. Zur Erinnerung: Die SPD will zunächst ein sogenanntes Bewegungsbecken am Tropicana realisieren. Später könne ein Freibad hinzukommen. WIR/FDP hält dagegen, der Haushalt der Stadt gebe beides nicht her. Oder anders: Kommt erst ein Bewegungsbecken, wird es niemals ein Freibad geben.

Jetzt hat die Gruppe um Sprecher Richard Wilmers ihre Attacke erneuert. Anlass ist ein Defizit im Haushalt 2016 in Höhe von rund sieben Millionen Euro. Dazu beigetragen hätten auch die finanzträchtigen Anträge von Rot-Grün.

Bei dieser Schuldenentwicklung immer noch von einem zusätzlichen Freibad zu sprechen, sei „reine Volksverdummung“ sagt WIR-Ratsfrau Gundi Donjes. Auch der Liberale Lothar Biege ist nicht eben zimperlich bei der Wahl seiner Worte. „Früher hat es immer geheißen, die SPD könne nicht mit Geld umgehen“, sagt Biege. Heute müsse man hinzufügen: „Im Verein mit den Grünen wohl erst recht nicht.“

Der rot-grüne Gruppensprecher Jan-Philipp Beck nennt die harsche Kritik derweil „sachlich nicht begründbar“. Er verweist auf interne Berechnungen der Stadthäger Wirtschaftsbetriebe, unter deren Regie das Tropiacana läuft.

Diesen Zahlen zufolge, die auch den SN vorliegen, verursacht das Bewegungsbecken ein zusätzliches Loch von rund 13.000 Euro im Etat der Wirtschaftsbetriebe des Jahres 2017. Danach sinkt dieser Betrag stetig, 2021 läge er bei unter 8000 Euro.

Becks Argument: Angesichts eines Stadthäger Haushaltes mit einem Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro seien 8000 Euro „nicht der ausschlaggebende Punkt“. Deshalb sei es nicht richtig zu behaupten, dass ein Bewegungsbecken ein Freibad verhindere.

Sicherlich befinde sich die Kreisstadt derzeit aufgrund des Schuldenstandes „in einer besonders angespannten Situation“. Diese werde sich aber in den kommenden Jahren normalisieren. Auch die SPD wolle ein Außenbecken – ein Freibad – bis 2021.

Das hohe Defizit in Stadthagen hängt mit einem juristischen Streit um eine Gewerbesteuereinnahme in zweistelliger Millionenhöhe zusammen. jcp

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