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„Frischer Wind in eigene Überlegungen“

Debatte zur Verkehrsführung „Frischer Wind in eigene Überlegungen“

Als interessant und anregend haben politische Entscheidungsträger der Stadt die Ideen des IHK-Einzelhandelsexperten Hans-Heinrich Buhr zur Verkehrsführung in der Innenstadt bezeichnet.

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Die Echternstraße für den Autoverkehr zu öffnen, wird zum Gegenstand politischer Debatten in der Kreisstadt. 

Quelle: rg

Stadthagen.  Man werde dessen bei einem Rundgang mit den SN gemachten Vorschläge in die Beratungen einbeziehen, hieß es. „Neues Denken von außen bringt immer frischen Wind in eigene Überlegungen“, sagt etwa Bürgermeister Oliver Theiß.

Querstraße/Echternstraße: So hatte Buhr zur besseren Erschließung der nördlichen Altstadt angeregt: Der Verkehr vom Hundemarkt solle durch die Querstraße (heute Fußgängerzone) im Einbahnverkehr bis zur Echternstraße und darüber hinaus bis zum Viehmarkt geführt werden. Die Echternstraße soll dem Vorschlag von Buhr nach für den Verkehr geöffnet werden.
Als „neue, interessante Idee“ bezeichnet das Theiß, „die gehört ernsthaft geprüft“. Die Frage sei, was davon technisch machbar wäre. Das betreffe die Enge der Querstraße und das Problem, ob am oberen Ende der Echternstraße genügend Platz für einen Wendehammer wäre.

„Man sollte das auf jeden Fall aufgreifen und darüber diskutieren“, sagt Jan-Philipp Beck (SPD). Und zwar im Rahmen des zu erstellenden Gesamtkonzeptes zur Weiterentwicklung der Altstadt. Was die Öffnung der Echternstraße angeht, sei er freilich skeptisch: „Das wäre kontraproduktiv für die Außengastronomie dort.“
Anders sieht das Heiko Tadge: Er stuft eine Öffnung als „durchaus überlegenswert“ ein. Falls die Querstraße für die Einrichtung einer Straße zu eng sei, könne er sich dort auch eine für Autos mit Schritttempo geöffnete Fußgängerzone vorstellen.

Auf Ablehnung stößt die Idee einer Öffnung der Echternstraße bei Richard Wilmers (WIR). Die Nachteile für die Anwohner seien stärker zu gewichten als eventuelle Vorteile für die Einzelhändler. „Dort Autoverkehr hineinzulassen, wäre überflüssig und nicht gut“, so Wilmers.

Hagemeyer-Kreisel: In Stadthagen bereits bestehende Überlegungen für einen Kreisel vor Hagemeyer hatte Buhr sich zu eigen gemacht. Demnach würde der Verkehr dann über einen Walldurchbruch nördlich der Commerzbank gegenläufig durch die Straße Am Viehmarkt und die Krumme Straße durch die Altstadt geführt.

Zur Kreisel-Idee gibt es nur ablehnende oder äußerst skeptische Reaktionen. „Ich stehe dem kritisch gegenüber, weil ich von der Notwendigkeit noch nicht überzeugt bin“, sagt Theiß. Nötige Eingriffe in den Alten Friedhof seien „ein Problem“, der Walldurchbruch „ein großes Konfliktfeld“, ergänzt Beck. „Das kommt nicht in Frage“, reagiert kategorisch Tadge. Und Wilmers:

„Wir dürfen den schützenswerten Wall nicht dem Autoverkehr opfern.“ Das Konzept sei „fragwürdig und nicht durchsetzbar“. Die Grünen lehnen Kreisel und Walldurchbruch strikt ab, fügt deren Fraktionssprecherin Maria Börger-Sukstorf hinzu.

Krumme Straße: Unterschiedlich sind die Einschätzungen, was den gegenläufigen Verkehr in der Krummen Straße angeht. „Das kommt als mögliche Option in Frage“, äußert sich Tadge. Es gelte erst den Planungswettbewerb für die vier städtischen Häuser an der Krummen Straße abzuwarten, so hingegen Beck. Die SPD sei an diesem Punkt noch ergebnisoffen.

Er selber sei freilich „skeptisch, ob diese Straße so viel Verkehr aufnehmen könnte“. Für Wilmers ist die Straße für Gegenverkehr „einfach zu eng, die Fahrbahn würde zu dicht an die Häuserfronten heranrücken“. Noch nicht festlegen will sich Theiß. Es gebe für beide Varianten durchaus gute Argumente. ssr

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