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Frühere Moschee „ein Schandfleck“

Ditib will Gebäude verkaufen Frühere Moschee „ein Schandfleck“

In einem Schreiben an Bürgermeister Oliver Theiß fordert die WIR/FDP-Ratsgruppe, dass „der unansehnliche Zustand“ der ehemaligen Moschee an der Ecke Lauenhäger-/Vornhäger Straße beseitigt wird.

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Bietet einen unansehnlichen Anblick: Das Gebäude der früheren Moschee an der Ecke Lauenhäger-/Vornhäger Straße.  

Quelle: rg

Stadthagen. Dieses Gebäude befinde sich genau an der Ampelkreuzung und werde somit von vielen Autofahrern als eine schlechte Visitenkarte für die historische Altstadt wahrgenommen, mahnt Gruppensprecher Richard Wilmers an. Von heimischen wie von auswärtigen Bürgern werde dieses Gebäude als ein Schandfleck betrachtet.

„Hier muss die Stadt tätig werden“ fordert Wilmers. „Unsere Bemühungen, die Stadthäger Altstadt aufzuhübschen, bringen wenig, wenn die Zufahrt zur Innenstadt schon so unansehnlich ist“, ergänzt Ratskollege Lothar Biege (FDP). Die WIR/FDP-Ratsgruppe hat beim Bürgermeister beantragt, diese Thematik auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses zu setzen.

Eigentümerin des Gebäudes ist nach wie vor der Türkisch-Islamische Kulturverein (Ditib). Dieser möchte das Haus nach Auskunft von dessen Sprecher Ali Ünlü verkaufen. „Unsere Idealvorstellung wäre, dass die Stadt das Haus kauft, dann abreißt und dort einen schönen Kreisverkehr einrichtet“, sagte Ünlü. Um den Anblick kurzfristig zu verändern, plane die Ditib-Gemeinde „eine optische Verbesserung“. Aber: „Wenn man ein Gebäude verkaufen will, wird man nicht mehr allzu viel investieren.“

„Das Gebäude stellt derzeit einen Schandfleck dar“, räumte Bürgermeister Oliver Theiß auf Anfrage ein. Eine grundlegende Veränderung werde sich wohl erst im Rahmen der Umsetzung des Programms „Städteumbau West“ ergeben.

Wie berichtet ist das Viertel an der Ecke Lauenhäger-/Vornhäger Straße jüngst in dieses Städtebauförderprogramm aufgenommen worden. Im Herbst werde mit den Planungen begonnen, teilte die Pressesprecherin der Stadt, Bettina Burger, dazu mit. Da diese Planungen eine gewisse Zeit benötigen, werde mit Blick auf die frühere Moschee „zumindest in den nächsten Monaten sicherlich nichts passieren“. Was eine optische Aufbesserung angehe, könne die Stadt mit der Eigentümerin Kontakt aufnehmen, um eine Lösung zu finden, fügte Burger hinzu.

Nach den Worten von Theiß gibt es innerhalb der Stadtverwaltung die Idee, an dieser Stelle einen Kreisverkehr einzurichten. Dazu müsste die frühere Moschee angerissen werden. Das Ganze könne aber erst im Rahmen des Programms „Stadtumbau West“ für dieses Viertel umgesetzt werden.  ssr

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