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Fülle an Schaumburger Trachten

Stadthagen / Museen Fülle an Schaumburger Trachten

Das Museum Amtspforte in Stadthagen ist schon von außen unverkennbar. Sein Innenleben ist vor allem für seine Fülle an Schaumburger Trachten bekannt. Darüber hinaus beherbergen die Räume Ausstellungsstücke zur Stadt- und Wirtschaftsgeschichte sowie zum dörflichen Leben um Stadthagen. Sonderausstellungen ergänzen das Repertoire, die nächste beginnt am 4. November.

Stadthagen (kle). Etwa 4000 bis 4500 Besucher nehmen jährlich das Angebot  der Amtspforte wahr, berichtet Iris Freimann vom Fachdienst Bürgerdienste der Stadt. „Gerade die letzten Jahre haben gezeigt: Das Museum ist ein Anziehungspunkt vor allem für Tagestouristen.“ Der hohe Grad der Vollständigkeit der Trachtensammlung werde von den Besuchern immer wieder positiv hervorgehoben. Die Sonderausstellungen widmeten sich dagegen ganz unterschiedlichen Themen, in die vielfach regionale Künstler und Forscher einbezogen werden.

Als eines der wenigen Museen in Schaumburg liegt die Amtspforte komplett in der Trägerschaft der Stadt, sonst sind meist Heimatbunde oder andere Vereine für die örtlichen Museen zuständig – die jedoch für gewöhnlich auch von ihren Gemeinden unterstützt werden. „Beim Mausoleum hat es sich zum Beispiel so entwickelt, da gründete sich der Renaissance-Verein, um sich dem Denkmal zu widmen“, erklärt Bürgermeister Bernd Hellmann. Unterstützt werde dieser von der Stadt mit jährlich rund 50 000 Euro.

Dem Museum Amtspforte steht ein Gesamtbudget von etwa 105 000 Euro im Jahr zur Verfügung. Fördermittel beispielsweise vom Landkreis kommen wegen der städtischen Trägerschaft vielfach nicht infrage, „bei besonderen Sonderausstellungen erhalten wir aber Unterstützung von der ,Schaumburger Landschaft‘“.

Kooperationen mit anderen Museen im Schaumburger Land seien ebenfalls Gang und Gäbe, nicht zuletzt sei ehrenamtliches Engagement eine immense Hilfe, da das Budget am Ende doch recht klein sei. Viele museumspädagogische Aktionen würden von Freiwilligen organisiert und durchgeführt.

„Für uns ist es wichtig, dass wir dieses Museum haben“, so Hellmann. Eine Abgabe der Trägerschaft oder gar eine Aufgabe des Museums aus Kostengründen sei deshalb nie in Betracht gezogen worden. Bis heute ist der Eintritt für das Museum sogar frei.

Für die Zukunft hofft die Stadt auf Fördermittel des Landes für ein spezielles Projekt. „Im Erdgeschoss des Museums ist recht wenig Platz, für Sonderausstellungen müssen wir deshalb immer viel umräumen“, berichtet Hellmann. Mithilfe des Geldes soll das Erdgeschoss modernisiert und umstrukturiert werden, um Sonderausstellungen besser integrieren und in Szene setzen zu können.

Die nächste Sonderausstellung startet am morgigen Sonntag; um 15 Uhr werden Schaumburger Trachtentänze vorgeführt. Andreas Malecki hat über Jahrzehnte zum Thema „Ziegeleien und Tongruben in Schaumburg“ geforscht und seine Ergebnisse in einer Ausstellung zusammengefasst.

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