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Fünf Risiko-Punkte beim Kreisverkehr

Einheitliche Regeln gefordert Fünf Risiko-Punkte beim Kreisverkehr

Trotz eisiger Temperaturen trauen sich auch im Winter viele Stadthäger auf ihr Fahrrad. Sie profitieren von den Fortschritten für eine fahrradfreundliche Stadt, die die kommunale Radwege AG erzielte. Aber: Nach Auffassung des ADFC gibt es an einigen Punkten in der Stadt noch immer Handlungsbedarf.

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Der ADFC wünscht sich für Stadthagen einheitliche Regelungen bei den Kreisverkehren, wie hier beim Amtspforten-Kreisel.

Quelle: rg

Stadthagen. Allerdings findet der Allgmeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. (ADFC) zugegebenermaßen auch die Verkehrsdisziplin mancher Radler nicht immer einwandfrei. 

„Im Feierabendverkehr in der Innenstadt ist es schon ein Wunder, dass es nicht öfter zu Unfällen kommt“, zeigt sich Andreas Klausing, Touren-Obmann des ADFC, besorgt. Am Bahnhof sei die Lage gerade zu Stoßzeiten chaotisch. „Zugreisende, die am Bahnhof wieder ihr Fahrrad satteln, möchten abends möglichst schnell nach Hause.“ Dafür befahren viele widerrechtlich auch den linken Bürgersteig der Bahnhofstraße stadteinwärts, hat der Stadthäger beobachtet.

Dass nur entlang einer Seite der Jahnstraße ein Radweg führt, der in beide Richtungen befahren wird, hält Klausing für ein weiteres Ärgernis. „Vor über fünf Jahren wurde er so angelegt, und nun müssen die Radfahrer eben damit leben.“ Durch den Knotenpunkt Zentrale Omnibushaltestelle verschärfe sich hier die Situation nach Schulschluss weiter.

„Wenn die Schüler zu den Bussen strömen, ist das Straßen-Oval schnell verstopft und kaum ein Durchkommen für den Radverkehr möglich“, meint Klausing. Auch hier gebe es noch keine optimale Lösung. Seiner Meinung nach lässt bisher auch das Engagement der Schulen in der Arbeit der Radwege AG zu wünschen übrig. Kreisverkehren

Bei den drei der Innenstadt fehle nach Einschätzung des Verbands vor allem eine einheitliche Regelung, da jeder der Knotenpunkte zu einer anderen Zeit angelegt wurde. „Am Kreisverkehr an der Amtspforte liegen die Radwege neben den Zebrastreifen und sind in beide Richtungen befahrbar, an der Bahnhofstraße führt die Markierung parallel zur Fahrbahn und am Ostring/Habichhorster Straße gibt es gar keinen gekennzeichneten Radweg“, bemängelt Klausing. Das Durcheinander trage dazu bei, dass manche Radler sich auch hier lieber an Fußwege und Zebrastreifen halten. Enzer Straße

Ähnlich uneinheitlich sei die Regelung an der . „Es fehlt die konkrete Linie. Anstatt eines durchgängigen Schutzstreifens muss der Radverkehr zwischen Fahrbahn und Bürgersteig wechseln“, kritisiert der Experte. Da die Straße zum Teil auch im Verantwortungsbereich des Landkreises liegt, sei es umso schwerer, einen gemeinsamen Ansatz zu finden. Kreuzung Lauenhäger Straße/Vornhäger Straße

Die in der Politik diskutierte Umgestaltung der begrüßt der ADFC ausdrücklich. Dort sei die Extra-Ampelphase vorerst eine gute Lösung, der Abriss der alten Moschee und die bauliche Umgestaltung der Kreuzung in einen Kreisverkehr aber nötig, um das Risiko dauerhaft zu mindern.

„Grundsätzlich gehört der Radverkehr auf die Straße“, findet Klausing. Kombi-Lösungen mit rotem Pflaster auf dem Bürgersteig würden weder dem heutigen Zeitgeist entsprechen, noch seien sie im Sinne der Straßenverkehrsordnung.

„Dabei sollte natürlich niemand auf dem Zweirad zwischen den Autos um sein Leben fürchten müssen“, fordert Klausing. Deswegen seien deutlich gekennzeichnete Schutzstreifen auf der Fahrbahn bitter nötig. Gerade ältere Radler nähmen aus Angst immer noch mit dem Bürgersteig vorlieb. Wenn der ADFC Verkehrskurse für Flüchtlinge anbietet, müsse er sie immer wieder auf die zahlreichen falschen Vorbilder auf den Straßen hinweisen. geb

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