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Fünfte Pfingstmusiknacht in Stadthagen Für Kenner

Mozart und Jazz – im Klavierkonzert Nummer 21 des Salzburger Komponisten band sich das Motto des Abends zusammen. Neben Jazzimprovisationen genossen die Gäste der fünften Pfingstmusiknacht in der Martini-Kirche am Freitag außerdem etliche Schmankerln aus dem geistlichen Repertoire von Wolfgang Amade

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Jazz für Kenner: Timo Vollbrecht (von links), Phil Donkin und David Friedmann improvisieren.

Quelle: sk

Stadthagen (sk). Solennes bedeutet feierlich. Mit Pauken und Trompeten wollte Mozart seine „Vesperae solennes de Confessore“ ausgestattet sehen, eine Satzfolge, die der katholischen Liturgie für eine Vesper folgt. Entsprechend glänzend und prächtig fiel der Auftakt zur Musiknacht aus. Deren musikalischer Leiter, Kantor Christian Richter, dirigierte die Martini-Kantorei und das Barockorchester L´arco Hannover. Den Sologesang übernahmen Gabriele Hierdeis (Sopran), Sofia Pavon (Alt), Manuel König (Tenor) und Matthais Gerchen (Bass).

Leicht, akzentuiert, mit treibendem und mitreißendem Tempo und ohne Hektik sandten Sänger und Musiker die lateinischen Psalmtexte in das Kirchenschiff. Ruhig und entspannt erklang der fünfte und bekannteste Satz, das „Laudate dominum – Lobet den Herrn, alle Völker“. Nach den viel beklatschten Vesperae genoss das Publikum Mozarts wohl populärstes geistliche Lied. Das „Ave Verum“ legten die Gesangssolisten wohltuend schlicht an, zart und zurückgenommen. Nach einem begeisternden „Exultate Jubilate“, geboten von Gabriele Hierdeis, ging es in die Pause; Mozarts Krönungsmesse stand später auf dem Programm.

Während die Gäste vor der Kirche Wein und Käsewürfeln zusprachen, richteten sich vor dem Altarraum Timo Vollbrecht (Saxofon), David Friedmann (Vibrafon) und Phil Donkin (Bass) ein. Jazzimprovisationen zur Musiknacht beizusteuern, war für den gebürtigen Stadthäger Vollbrecht, der heute in New York und Berlin lebt, ein Heimspiel: „In dieser Kirche bin ich getauft und konfirmiert worden.“

Ein Blickkontakt mit David Friedmann und „Turn Left“ ging an den Start, eine Friedmann-Komposition. Nur wenige Notenzeilen umfasst „Elba“, geschrieben von Timo Vollbrecht: Die Musiker improvisierten. Jazz für Kenner klang in der Kirche.

Eine bekannte Melodie holte auch diejenigen im Publikum wieder ab, die im Jazz nicht zu Hause sind. Der zweite Satz aus Mozarts Konzert für Klavier und Orchester Nummer 21, gern gebraucht, wenn im Film romantische Landschaftsszenen musikalisch unterlegt werden, ließ vom Saxofon intoniert aufhorchen. Schon bald nahmen Vollbrecht, Donkin und Friedmann das Klavierkonzert mit in ihre musikalische Welt. Dass dem viele Besucher gerne folgten, zeigte stürmischer Applaus zum Schluss.

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