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Stadthagen Stadt Für mehr Gleichstellung
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Für mehr Gleichstellung
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00:17 28.01.2015
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Stadtgagen

Zu Beginn habe sie sich erstmal einen Überblick verschaffen müssen, wie Tezcan am Anfang des Gespräches erklärt. Besonders positiv aufgefallen sei der Verwaltungsmitarbeiterin in ihren ersten Tagen, wie offen ihre Kollegen dem Thema Gleichstellung gegenüber stehen. „In anderen Kommunen wird das Thema eher stiefmütterlich behandelt und beiseite geschoben.“ Generell habe sie während ihrer Einarbeitungsphase sehr von der Erfahrung ihrer Kollegen profitieren können.
„Die erste Zeit war für mich hauptsächlich eine Zeit des Netzwerkens, ich wollte so präsent sein, wie möglich“, sagt die 31-Jährige. So knüpfte sie unter anderem wertvolle Kontakte zu Organisationen, wie der Arbeiterwohlfahrt und der Alten Polizei. In Kooperation mit dem Kulturzentrum ist sie einmal im Monat beim internationalen Frauenfrühstück präsent. „Das Treffen erfreut sich mehr und mehr großer Beliebtheit“, freut sich Tezcan, die sich vor Ort nicht nur mit den Mitarbeitern sondern auch mit den Bürgern austauscht.
Zu ihren verwaltungsinternen Aufgaben zählt unter anderem das Erstellen eines Gleichstellungsplans und eines Gleichstellungsberichts. Dabei handelt es sich um zwei zentrale Instrumente, die zeigen sollen, wie Gleichstellung in einem Unternehmen umgesetzt werden kann.
Der Gleichstellungsplan ist ein Instrument der Personal- und Organisationsentwicklung: „Dabei erfolgt zuerst eine Bestandsaufnahme der Beschäftigten, aus der hervorgeht, wo eventuell eine Unterrepräsentation von männlichen oder weiblichen Mitarbeitern besteht“, erklärt die Hannoveranerin. Auf dieser Grundlage erstellt sie anschließend Maßnahmen für die kommenden drei Jahre, in denen die Unterrepräsentation in Zusammenarbeit mit der Personalverwaltung abgebaut werden soll.
Der Gleichstellungsbericht fasst alle Maßnahmen und Projekte der vergangenen drei Jahre zusammen und bewertet, welche dieser Maßnahmen unterstützend in Sachen Gleichstellung gewirkt haben.
Der Umgang mit den Bürgern ist es jedoch, der der jungen Frau die meiste Freude in ihrem Job bringt. „Ich bin ja nicht nur verwaltungsintern tätig, ich berate in meinen Sprechstunden auch Bürger zum Thema Gleichstellung.“ Dabei hat sie schon einigen Menschen nötige Kontakte hergestellt und ihnen „den richtigen Weg gewiesen“. Ein Beispiel: „Eine Dame wollte wissen, welche Möglichkeiten sie beim Wiedereinstieg in den Beruf hat. Einer anderen Dame, der die Scheidung bevorstand, habe ich erklärt, welche Zuwendungen ihr gegebenenfalls nach der Trennung zustehen“, zählt Tezcan auf.
Ihr Beratungsangebot wird momentan häufiger von Frauen mit Migrationshintergrund genutzt. Feste Sprechzeiten gibt es noch nicht, „aber ich bin jeden Tag unter der Woche in meinem Büro zu erreichen“, sagt sie. mak
 n Bei Fragen und Anregungen ist Günes Tezcan unter der Nummer (0 57 21) 78 21 47 sowie per E-Mail unter g.tezcan@stadthagen.de zu erreichen.

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