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Stadthagen Stadt Fußgängerzone wird Paradies für Surfer
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Fußgängerzone wird Paradies für Surfer
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00:26 18.09.2015
Stadthagen

Auch der Vorsitzende des Stadthäger Stadtmarketingvereins (SMS), Günter Raabe, sprach sich für die „große Lösung“ aus, um keine Bereiche außen vor zu lassen. Nur einen kleinen Bereich abzudecken, würde „politisch ein falsches Signal setzen“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Jan-Philipp Beck.

Für eine Überraschung im positiven Sinn sorgte der veranschlagte Preis. Der Verwaltung liegen nach Worten des Wirtschaftsförderers Lars Masurek bereits zwei Kostenschätzungen von einem hannoverschen sowie einem Berliner Unternehmen vor. Demnach würde sich der Preis für die Hardware auf rund 5000 Euro belaufen, die Installation koste weitere 1800 Euro. Auf die Beantwortung einer dritten Anfrage warte man noch. Und bei allen Anbietern sei die Stadt aus der Haftung für den Missbrauch durch Nutzer entlassen.

Die laufenden Kosten für einen kostenfreien WLAN-Zugang auf dem Marktplatz, an der Obern- und der Niedernstraße sowie der Kloster- und der Echternstraße und einem Hotspot beim Modehaus Hagemeyer schätzt Masurek auf etwa 6400 Euro pro Jahr.

Unter den Ausschussmitgliedern entbrannte eine Diskussion über eine mögliche Beteiligung der Einzelhändler und Gastronomen in der Innenstadt, die von dem kostenfreien Internetzugang ebenfalls profitieren würden. Ein Punkt, bei dem die Verwaltung Masurek zufolge erst nach Abschluss der Planungen auf den Handel zugehen will.

Marita Gericke (CDU) merkte an, dass man die Geschäfte nicht erst nach der Installation des Netzes auf eine finanzielle Beteiligung ansprechen sollte, sondern das Interesse einer Kostenbeteiligung sofort erfragen sollte. Raabe wollte nicht ausschließen, dass sich der Handel an den laufenden Kosten beteiligt. Auch wenn es sich schwierig gestalten könnte, gehe er davon aus, dass sich die Mitglieder des SMS überzeugen lassen.

Schließlich einigte sich der Ausschuss auf folgende von Beck zusammengefasste Vorgehensweise: Sofern es finanzierbar ist, soll die gesamte Innenstadt von dem WLAN-Netz abgedeckt werden. Außerdem sollen weiterhin Angebote eingeholt werden, um die Einmalkosten so gering wie möglich zu halten. Schließlich appellierte er an die Verwaltung, in Bezug auf die laufenden Kosten das Gespräch mit dem SMS zu suchen. tbh

So läuft es in anderen Städten

Bei den Überlegungen zur Installation eines kostenfreien WLAN-Zugangs in der Innenstadt hat die Verwaltung auch andere Städte betrachtet. In Minden beispielsweise, wo bereits ein kostenfreies Internetangebot besteht, teilen sich nach Angaben von Wirtschaftsförderer Lars Masurek die Stadt und die dort ansässigen Unternehmen und Geschäfte die laufenden Kosten. Ein Modell, dass auch in Stadthagen vorstellbar sei.
In Warendorf hingegen bezahle die Stadt die Bereitstellung des kostenlosen WLAN-Netzes. Das erstrecke sich dort jedoch nur auf einen kleinen Bereich um den Marktplatz und den am meisten frequentierten Teil der Fußgängerzone. In der Kreisstadt soll es laut Masurek jedoch „keine Zweiteilung“ des Zentrums geben. tbh