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Gastronomen kämpfen ums Überleben

Stadthagen Gastronomen kämpfen ums Überleben

Schwere Zeiten für Gastronomen in Stadthagen: Immer mehr Gaststätten scheinen ums Überleben kämpfen zu müssen. Nachdem sowohl für das Pinocchio als auch das Markt 16 vor Monaten das Aus kam, schreitet das Gastronomiesterben weiter voran.

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Quelle: Archivfoto

Stadthagen. Nun ist es auch im „Schnitzel Bunker“ an der Nordsehler Straße dunkel und die Räume des im April eröffneten „Zeitgeist“ werden auf dem Internetportal Immobilienscout24 zur Verpachtung angeboten.
„Wir müssen für den Ernstfall gewappnet sein“, so die Begründung von Christopher Rehder, Betriebsleiter des „Zeitgeist“. Man müsse schauen, wie es weitergehe. Die Annonce auf dem Immobilienportal sei für den Fall, dass es nicht gelinge, wirtschaftlich zu arbeiten. Gäste verschrecken möchte der Betriebsleiter des am Dienstag, nach einer Woche Betriebsferien wieder geöffneten Restaurants, nicht. Er versichert: „Wir bleiben am Ball und halten die Qualitätsstandards.“ Reservierungen, die angenommen werden, würden auch eingehalten.
Die schwierige Situation des „Zeitgeist“ führt der Betriebsleiter auch auf den negativen Ruf des Vorgängers „La Piazzetta“ zurück, der „schwer abzufangen“ sei. Mangelnde Erfahrung in der Branche lasse ebenfalls viele scheitern. Aber auch wenn man noch so gut kalkuliert und geplant habe, könne man nie wissen, ob ein Angebot auch angenommen wird.
Eine Mischung aus mehreren Faktoren macht Frank Döppner, Inhaber des Stadthotels Gerbergasse, für den Druck in der Gastronomie aus. Unter anderem seien die Lebensmittel in Deutschland zu billig. Die Gäste würden nicht verstehen, warum sie in der Gaststätte dann so viel bezahlen müssten. Wobei den Großteil des Preises die Lohn- und Energiekosten sowie Ausgaben für das Einhalten von Auflagen wie beispielsweise dem Brandschutz ausmachen würden. Um auskömmlich zu wirtschaften, müsste das Vierfache von dem berechnet werden, was die Lebensmittel kosten.
Dem würden die Restaurantbetreiber versuchen, mit besonders niedrig kalkulierten „Kampfpreisen“ entgegenzuwirken. „Das geht aber auch nur, wenn der Laden ständig voll ist“, weiß Döppner. Und das sei in Stadthagen eben nicht möglich. Auch im Stadthotel würde sich der Restaurantbetrieb alleine nicht rechnen. Und für das Hotel sei in nächster Zeit ein Umbau nötig. Dafür müssten aber entsprechende Rahmenbedingungen gegeben sein. Damit meint Döppner vor allem die Realisierung eines Ärztezentrums in Stadthagen und das Interesse potenzieller Investoren. Sollte das scheitern, was derzeit nicht zu befürchten sei, müsse er die Gastronomie zugunsten des Hotels aufgeben. tbh

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