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Stadthagen / Neues Bündnis Gegen Billigbauten

Eine neue Kraft will sich für die Stadthäger Altstadt stark machen. Der ISA – Initiative Stadthäger Altstadt – gehören Vertreter von Parteien, Vereinen und auch der Kommunalarchäologe Jens Berthold an.

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Stadthagen. „Die Altstadt als Ganzes sowie ihre historischen Einzelgebäude sind ein wertvolles Gut“, heißt es in einer Eigendefinition zu den Zielen der ISA. Das historische Viertel sei „für die Identität der Stadt Stadthagen, ihre Attraktivität, Lebensqualität und ihren wirtschaftlichen Erfolg von zentraler Bedeutung“, lautet es weiter. Die ISA wolle diesen Umstand „stärker im öffentlichen Bewusstsein“ verankern.

 Die Initiatvie wurde bereits im April ins Leben gerufen. Zunächst habe man sich aber bedeckt gehalten, sagt Ute Steidel. Ziele und mögliche Aktivitäten mussten erst ausgelotet werden, erklärt sie.

 Die Sozialdemokratin ist auch Vorsitzende des Stadthäger Bauausschusses. Nachdem sie Politiker für die Sache hatte gewinnen können – darunter zum Beispiel Maria Börger-Sukstorf (Grüne) und Ursula Schweer (CDU) – habe man gemeinsam überlegt, wessen Kompetenzen weiterhin zur ISA passen würden. So gehören zur zehn Personen umfassenden Kerngruppe nun zum Beispiel auch die Historikerin Katja Duhme vom Stadthäger Heimatverein und der ehemalige Vorsitzende des Renaissancevereins, Udo Jobst.

 Anlass der Gründung sei zum Beispiel gewesen, dass etwa bei der Frage, „was und wie gebaut wird“, Steidel zufolge zu wenig Rücksicht auf die Altstadt genommen wird. Die SPD-Politikerin sieht „die Einzelhandelsfunktion stark in den Vordergrund gerückt“. Vernachlässigt würden Aspekte wie Wohnen, Tourismus und Aufenthaltsqualität. Als konkretes Beispiel nennt sie den Abriss historischer Gebäude an der Obernstraße zugunsten eines Investoren- und „Billigbaus“, in dem heute die Filiale einer Einzelhandelskette residiere.

 ISA wolle die Wertschätzung einer historischen Altstadt auch bei Bürgern stärken. Mit den Bauten aus vergangenen Zeiten verhalte es sich ähnlich wie mit dem Wasser aus dem Hahn, glaubt Steidel: „Wenn man es gewohnt ist, einfach aufzudrehen und es fließt, nimmt man es als selbstverständlich hin.“

 Interessierte, heißt es in einer ISA-Pressemitteilung, seien willkommen. Eine erste öffentliche Sitzung ist Steidel zufolge derzeit für den 7. November geplant. jcp

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