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Geh- und Radweg: Kein Bedarf

Den Mangel verwalten Geh- und Radweg: Kein Bedarf

Aufgrund der knappen Haushaltssituation muss die Verwaltung mit ihren Ressourcen haushalten – quasi den Mangel verwalten. So erklärt Bauamtsleiter Gerd Hegemann, warum ein Geh- und Radweg in der Straße Am Helweg aktuell nicht für notwendig erachtet wird. Die Maßnahme würde rund 125 000 Euro kosten.

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Auf der Straße Am Helweg wird es erst einmal keinen Geh- und Radweg geben.

Quelle: rg

Stadthagen. Die Anregung für die Baumaßnahme, die an diesem Donnerstag im Bau- und Planungsausschuss diskutiert wird, kommt von einigen Anliegern der Straße, wie den Betreibern des sich im Bau befindenden Augenarztzentrums, Kaufland sowie der Paritätischen Lebenshilfe. An dem Standort befindet sich die PLSW-Werkstatt für psychisch kranke und behinderte Menschen. Viele der 160 Mitarbeiter kommen nach den Worten von Geschäftsführer Bernd Hermeling zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit oder kämen von der Bushaltestelle an der Vornhäger Straße. Im Sinne der Sicherheit sei ein Geh- und Radweg sicherlich wünschenswert, so Hermeling.

Eine Frage der Gesamtabwägung

„Aber ich kann die Realität nun mal nicht ausblenden, und wenn die Stadt andere Prioritäten hat, kann ich das verstehen. Tatsächlich ist im vergangenen Jahr bereits ein Radweg an der Oberntorstraße von der Politik diskutiert worden. Dort herrsche laut Baumatsleiter Hegemann nicht nur viel Verkehr, „auch Schüler aus dem Villenviertel müssen die Straße im Halbdunkel queren, um in die Schachtstraße zu kommen“. Aufgrund ähnlich hoher Baukosten wie Am Helweg habe die Politik die Maßnahme geschoben. „Dabei wäre hier der Handlungsbedarf sicherlich höher anzusehen, aber am Ende ist es eben immer eine Frage der Gesamtabwägung“, bedauert Hermeling. Die Notwendigkeit sei von allen Beteiligten erkannt, aber aufgrund der Haushaltssituation geschoben worden.

Bereits vorhandener Gehweg sei ausreichend

Vor diesem Hintergrund sei die Anregung für den Neubau entlang der Ostseite der Straße Am Helweg (zwischen Dülwaldstraße und Vornhäger Straße) als nicht notwendig betrachtet worden. Der kombinierte 2,5 Meter breite Weg würde 125 000 Euro kosten, ein eineinhalb Meter breiter Gehweg würde immer noch mit 75 000 Euro zu Buche schlagen. Der Bebauungsplan „Griepkämpe“ sieht einen Fuß- und Ragweg bereits vor, der Platz ist auch da – aber „trotz der eingeschränkten Zulässigkeit von Einzelhandel hat das Gebiet nur eine sehr niedrige Fußgängerfrequenz“, wie es in der Beschlussvorlage heißt. Bestätigt werde dies durch eine Verkehrszählung aus dem Jahr 2010: 4900 Autos und 70 Radfahrer wurden dort in einem Zeitraum von 24 Stunden gezählt. Mit dem bereits vorhandenen einseitigen 2,5 breiten Gehweg sei die fußläufige Erschließung der Bebauung bereits ausreichend sichergestellt.

Indes soll die zweite Anregung der Anlieger – die Einrichtung einer Bushaltestelle – im kommenden Jahr erprobt werden. Nach Abstimmung mit den Verkehrsbehörden und den Nahverkehrsbetrieben soll eine provisorische Bushaltestelle auf dem Gelände der Firma Kaufland eingerichtet werden. „Davon erhoffen wir uns Erkenntnisse über den Bedarf einer Haltstelle“, so Hegemann.

Die öffentliche Sitzung beginnt am Donnerstag, 24. November, um 17 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Probsthagen, Kloppenburg 23. col

Querungshilfe

Die Betreiber des Stadthäger Augenarztzentrums sind mit dem Wunsch an die Stadt herangetreten, in Höhe ihres Neubaus Am Helweg eine Querungshilfe einzurichten. Die Kosten in Höhe von etwa 10000 Euro würde von den Praxis-Betreibern getragen. Unter dieser Voraussetzung empfiehlt die Verwaltung, dem Bau zuzustimmen. Bisher habe es keinen Bedarf an einem Fußgängerüberweg gegeben. Die Situation ändere sich jedoch aufgrund der kundenintensiven Nutzung durch das Augenarztzentrum. Der Bau werde nächstes Jahr beginnen. col

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