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Stadthagen Stadt Gelbe Zettel zum Nachdenken
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Gelbe Zettel zum Nachdenken
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19:16 11.01.2019
Erwischt: Die Missachtung von Verkehrsregeln durch die jungen Fahrradfahrer gehört zu den häufigsten Verstößen. Quelle: ano
Stadthagen

Ob mit Fahrrad oder Auto: Nicht immer werden bei der Ankunft die Verkehrsregeln beachtet, oft gefährliche Situationen heraufbeschworen. Dafür haben Elternvertreter beider Schulen und Repräsentanten aus der Schülerschaft bei der gestrigen „Denkzettelaktion“ zu sensibilisieren versucht.

Heike Brendel hat alle Hände voll zu tun. Gerade hat die Elternvertreterin an der IGS eine Gruppe von Mittelstufenschülern angehalten. Sie waren mit ihren Fahrrädern unter Missachtung der Verkehrsregeln in die Schachtstraße gefahren. Mit deutlichen Worten macht sie ihnen den Verstoß deutlich: „Ihr könnt doch nicht einfach den Fahrradweg auf der falschen Seite benutzen.“ Nach der Belehrung drückt sie ihnen einen gelben Zettel mit entsprechendem Vermerk in die Hand. Es ist ein Fehlverhalten, wie es an diesem Morgen vielfach vorkommt. Und die Verstöße sind auch sonst zahlreich. Ob Fahren ohne Licht oder Halten im absoluten Halteverbot. Hinzu gesellen sich Dinge, die zwar nicht verboten sind, aber dennoch für Probleme sorgen können, sagt Carsten Köller, Kontaktbeamter der Stadthäger Polizei: „Viele Schüler laufen bei Grün gemütlich über die Straße, kümmern sich nicht um den übrigen Verkehr.“ Die ohnehin schon schwierige Situation vor Ort verschärfe sich dadurch noch weiter. Grundsätzlich sei die Aktion eine „gute Sache“, so Köller, wobei bei der Aussage ein wenig Skepsis mitschwingt, ob sich das Ganze tatsächlich als nachhaltig erweist.

Deutlicher wird Brendel, die nicht an einen langfristigen Effekt glaubt. „Das ist heute etwas besser, auch weil wir mit Warnwesten dastehen und auf die Vergehen hinweisen.“ Zudem geben ihr die Reaktionen mancher Schüler zu denken. „Wenn mir ein Mädchen aus der 11. Klasse sagt, dass es von einem absoluten Halteverbot in der Umgebung der Schule nie etwas gehört habe, finde ich das bemerkenswert.“

Zuversichtlicher zeigt sich hingegen die Schulelternbeiratsvorsitzende des WBG, Silvia Eickstädt: „Wir konnten bereits einige Erfolge erzielen, etwa dass weniger in dem direkten Eingangsbereich der Schulen geparkt wird.“ Als hilfreich habe sich auch die Einrichtung des absoluten Halteverbotes an der Schachtstraße erwiesen.

Von Andreas Ohler