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Geld soll nicht mehr liegen bleiben

Kinder- und Jugendarbeit Geld soll nicht mehr liegen bleiben

Die neue städtische Richtlinie zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit in Stadthagen hat ihre erste Hürde genommen. Einstimmig hat der Ausschuss für Soziales, Jugend und Sport in seiner jüngsten Sitzung empfohlen, das neun Seiten umfassende Papier zu verabschieden.

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Quelle: ARCHIV

STADTHAGEN. Die einhellige Zustimmung des Rates in seiner Septembersitzung gilt als sicher. Aus dem Fördertopf, der jährlich rund 5600 Euro umfasst, können Jugendabteilungen von Sportvereinen, Jugendverbände und gemeinnützige Einrichtungen der Jugendhilfe Zuschüsse erhalten. Die Erstellung der Richtlinie war notwendig geworden, weil der Fördertopf in den vergangenen Jahren kaum angezapft worden war. Als Grund galten die völlig unklaren Förderkriterien.

Mehrstündiges Treffen als Grundlage

Die neue Richtlinie enthält nunmehr eine ganze Reihe von Kriterien. Gefördert werden Maßnahmen in folgenden fünf Bereichen: Wandern, Fahrten und Lager im Inland sowie auch im Ausland, Jugendgruppenleitungslehrgänge, Jugendbildungsmaßnahmen und Beschaffung von Material für Maßnahmen der Kinder und Jugendarbeit. Als Grundlage für die Erarbeitung der Richtlinie hatte ein mehrstündiges Treffen von städtischer Jugendpflege und Jugendpolitikern des Rates mit zahlreichen Vertretern der unterschiedlichen Jugendeinrichtungen im Mai gedient. Dort hatten die Jugendakteure ihre Bedarfe dargestellt und Anregungen gegeben.

„Die Betroffenen abzuholen, sie einzubinden und die konkreten Bedarfe abzufragen war ein gutes Vorgehen, um zu einer praxisnahen Richtlinie zu kommen“, bewertete Renate Junklewitz (SPD) den Vorgang. „Das war vorbildlich, so muss Politik funktionieren“, lobte sie. Nicht zuletzt sei die Vorgabe von der Verwaltung „zügig umgesetzt“ worden.

„transparent und gut verständlich“

Ursula Schweer begrüßte namens der CDU die neue Richtlinie: „Diese stellt jetzt ein Konzept dar, das klarmacht, wo wir hin wollen. Daran sollten wir uns nun entlanghangeln.“ Lothar Biege (FDP) bezeichnete das Papier als „transparent und gut verständlich“. Es stelle „eine gute Grundlage für die Antragsteller“ dar. Es sei sehr sinnvoll gewesen, den Workshop mit den Vereinsvertretern gemacht zu haben, fügte Biege hinzu.

Ausschussvorsitzender Thomas Pawlik (SPD) schlug abschließend vor, aufgrund der klaren Richtlinie sollten die Förderantrage nicht wie bisher im Ausschuss debattiert und entschieden werden. Das könne künftig vielmehr die Verwaltung tun und im Ausschuss anschließend darüber berichten. Das fand einhellige Zustimmung. ssr

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