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Gerade richtig oder zu groß?

Fraktionen über das Ausmaß der Fußgängerzone unterschiedlicher Meinung Gerade richtig oder zu groß?

Soll die Fußgängerzone größenmäßig bleiben wie sie ist oder verkleinert werden? Über diese jüngst von der CDU öffentlich aufgeworfene Fragestellung herrschen bei den Ratsfraktionen ganz unterschiedliche Vorstellungen.

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Ob und wie der Charakter der Fußgängerzone geändert werden sollte, darüber gehen die Meinungen in den Ratsfraktionen auseinander.

Quelle: rg

Stadthagen. Aus Sicht der CDU-Fraktion ist die Fußgängerzone „zu groß dimensioniert“, wie Sprecher Heiko Tadge auf Anfrage mitteilte. Die Union kann sich demnach vorstellen, sämtliche außerhalb des Marktplatzes liegenden Abschnitte der Fußgängerzone als verkehrsberuhigte Bereiche einzurichten – also für Autos zu öffnen. In diesen sind Autos, Zweiräder und Fußgänger gleichberechtigt, Fahrzeuge dürfen nur im Schritttempo fahren.

In diesen Sektoren könnten laut Tadge dann auch zusätzliche Kurzzeitparkpklätze in unmittelbarer Nähe zu Geschäften angelegt werden. Die CDU verspreche sich davon „eine weitere Belebung der Innenstadt und eine Stärkung des dortigen Einzelhandels“. Für die Einschränkung der Fußgängerzöne sprächen also „klare wirtschaftliche Gründe“. Die Fraktion wird nach den Worten Tadges im Laufe des Jahres einen entsprechenden Antrag im Rat einbringen.

Nach Meinung von SPD-Fraktionschef Jan-Philipp Beck sollte die Frage im Rahmen der Erarbeitung des Entwicklungskonzepts für die Innenstadt debattiert werden. „Das ist mit Sicherheit ein Aspekt, über den am besten nicht isoliert, sondern in diesem Zusammenhang zu reden sein wird“, bekräftigte er. „Unstrittig“ sei für ihn, dass der Marktplatz und die Obernstraße unangetastet bleiben müssen. Die Fußgängerzonen in der Niedern- und der Echternstraße könnten aber „auf den Prüfstand“, so Beck: „Wir sollten da ganz offen herangehen.“ Wichtig sei dabei der Dialog mit den Einzelhändlern und weiteren Akteuren in der Innennstadt.

Für Maria Börger-Sukstorf, Fraktionssprecherin der Grünen, hat die Fußgängerzone im derzeitigen Ausmaß die richtige Größe: „Ich sehe für eine Veränderung überhaupt keinen Anlass.“ Genauso sieht das WIR/FDP-Gruppensprecher Richard Wilmers: „Ich sehe überhaupt keine Notwendigkeit, an der Größe der von der Bevölkerung gut angenommenen Fußgängerzone irgend etwas zu ändern.“ Rat und Verwaltung sollten sich „lieber um die Beseitigung des Kopfsteinpflasters und der Leerstände kümmern – das hat wirklich höhere Priorität“, so Wilmers.

Nach Überzeugung von Günther Raabe, Vorsitzender des Stadtmarketing Stadthagen (SMS), sollten Marktplatz sowie Obern- und Niedernstraße so bleiben wie sie sind. „Die Händler legen Wert darauf, dass die Leute dort unbeschwert bummeln können.“ Und die Beseitigung etwaiger Leerstände würde schwerer fallen, gäbe es dort keine Fußgängerzone. Anders schätzt Raabe die Lage in der Echtern- und in der Klosterstraße ein: „Hier kann man darüber nachdenken, ob eine Verkleinerung sinnvoll wäre.“

An anderer Stelle denkt der SMS-Chef aber sogar eher über eine Ausweitung nach: „Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Fußgängerzone in der Marktstraße bis zu Hagemeyer ausgedehnt wird.“

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