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Geschäftsleute kritisieren Cityring

Stadthagen Geschäftsleute kritisieren Cityring

Der Cityring löst nicht das eigentliche Problem der Verkehrsführung. Das ist die Meinung von Stadthäger Geschäftsleuten in Reaktion auf die von Bürgermeister Oliver Theiß vorgestellte Beschilderung rund um die Altstadt.

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Die Stadthäger Altstadt ist für Ortsunkundige aufgrund der komplizierten Verkehrsführung schwer zu erreichen. Daran ändert nach Meinung vieler Geschäftsleute auch der Cityring nichts.

Quelle: Archivfoto

Stadthagen. Der Cityring sei „der erste Schritt einer Verbesserung“, sagte Günter Raabe, Vorsitzender des Stadtmarketing Stadthagen (SMS). Für die Orientierung auswärtiger Kunden stelle das System „durchaus ein hilfreiches Instrumentarium dar, die Ausführung ist in Ordnung, damit können wir leben“.

Nach Überzeugung von Raabe ist der Cityring aber „keine Lösung für das generelle Problem der Verkehrsführung“. Hier müsse an ganz anderen Stellen angesetzt werden. Beispiel Krumme Straße: Ideal wäre laut Raabe dort ein gegenläufiger Verkehr. Sei der nicht durchsetzbar, wäre zumindest die Umkehrung der dortigen Einbahnstraßen-Richtung eine Lösung.

Ähnlich sieht das Holger Schulz vom Feinkosthaus Tietz. Der Cityring sei „ein ganz kleiner Schritt nach vorne, er bringt uns etwas weiter“. Am Cityring als solchem sei nichts zu kritisieren, fügte Schulz hinzu. Im Kern gehe es aber darum, eine kunden- und touristenfreundliche Verkehrsführung herzustellen. „Und das geht nur mit einer Veränderung der Verkehrsflüsse und nicht mit Hinweisschildern“, unterstrich der Tietz-Geschäftsführer.

Erforderlich wäre laut Schulz beispielsweise eine Verbindung vom Viehmarkt in Richtung Hagemeyer. Gleichermaßen wichtig sei die Herstellung einer Anbindung des Krankenhausareals an die Schulstraße. Und vor allem: Um die Altstadt gut erreichbar zu machen, müsse in der Krummen Straße gegenläufiger Verkehr eingerichtet werden.

Massive Kritik an der Cityring-Beschilderung übt der Geschäftsmann Jochen Kreft: „Diese Schilder im Vorbeifahren zu erfassen, ist nicht drin.“ Die Orientierung für Auswärtige werde so nicht erleichtert. „Der Kunde weiß beim Anblick des Schildes nicht, wo er ist und wo er hin muss.“ Außerdem wäre Kreft „eine altstadtnähere Führung des Cityrings lieber gewesen“.

Geschäftsleute berichten wiederholt, dass sie Treffpunkte mit Lieferanten an der Stadtgrenze vereinbaren. Von dort würden sie diese zum Laden geleiten, weil sie zu große Schwierigkeiten hätten, den Weg alleine zu finden.

Kritisch sieht die Schilder auch der Vorsitzende des Stadthäger Verkehrsvereins, Karl-Heinz Hepe: „Die stellen keine ausreichende Orientierungshilfe dar.“ Der Verkehrsverein habe im vergangenen Jahr vorgeschlagen, den Cityring mit nummerierten Ausfahrten zu versehen. Dann hätten Geschäftsleute die Möglichkeit gehabt, in ihrer Werbung die Nummer der Ausfahrt anzugeben, über die ihr Laden erreichbar ist. „Schade, dass unsere Anregung nicht berücksichtigt worden ist.“ ssr

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