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Geschäftsmann Möller schlägt Alarm

Baustelle in Blyinghausen Geschäftsmann Möller schlägt Alarm

Stadthagen, die Stadt der tausend Baustellen: Könnte man meinen, wenn man – aus welcher Richtung auch immer – in die Kreisstadt fahren will oder aber innerhalb der Stadt unterwegs ist. Jetzt schlägt der erste Unternehmer Alarm. Er sieht Arbeitsplätze in Gefahr.

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An der Kreuzung K 29/L 444 in Blyinghausen sind die Bagger angerückt, die Durchfahrt ist gesperrt. 

Quelle: js

Stadthagen/Vornhagen (vin). Stadtautobahn, Kreuzung St. Annen, Jahnstraße, Herminenstraße, B 65-Ausbau und jetzt noch die Kreuzung Kreisstraße 29/Landesstraße 444 in Blyinghausen: Die Liste der Baustellen und Umleitungsstrecken wird immer länger. Es sind Ferien, die Straßenbaulastträger Landkreis, Land und Bund wollen die schulfreie Zeit nutzen, um die angestauten Sanierungsmaßnahmen abzuarbeiten. So weit so gut.
Doch mit der Einrichtung der letzten Baustelle in Blyinghausen ist Georg Möller, Mitgeschäftsführer der gleichnamigen Tankstelle und des gleichnamigen Autohauses an der Vornhäger Straße, der Kragen geplatzt. Der Grund: An der Einfahrt von der B 65 zum Gewerbegebiet ist seit gestern ein Durchfahrt-gesperrt-Schild aufgebaut, das auf die Baustelle in Blyinghausen hinweist.
„Schon wieder wird unseren Kunden suggeriert, dass man zu uns nicht durchkommt“, sagt Möller. Und da die K 29 gesperrt ist, ist die Zufahrt von der Vornhäger Straße derzeit der einzige Weg zu den Geschäften dort. Am Mittwoch habe sich schon die – aus seiner Sicht – missverständliche Beschilderung bemerkbar gemacht. „Wir hatten kaum Kunden“, ärgert sich der 55-Jährige.
Und es kommt noch dicker: Wenn sich ein Autofahrer ins Gewerbegebiet „verirrt“ habe und weiter in Richtung Obsthof Wedeking fahren wollte, wird dieser restlos abgeschreckt. An dieser Stelle wird nämlich mit einem weiteren Schild darauf hingewiesen, dass die Durchfahrt verboten ist und es auch keine Wendemöglichkeiten gibt. „So ist zum Beispiel der Obsthof Wedeking komplett abgehängt“, sagt Möller und schüttelt mit dem Kopf.
Die neuerlichen Sperrungen rund um seine Läden ist aus Sicht des Stadthägers der Gipfel der vergangenen acht Jahre. Denn seit 2007 – so berichtet Möller – habe er mit Baustellen und Umleitungen zu kämpfen. Immer wieder Sperrungen der Bundesstraße, dann die vergangenen Sanierungsarbeiten auf der K 29: Der 55-Jährige spricht von Arbeitsplatzvernichtung. „In den Jahren waren wir gezwungen, Mitarbeiter abzubauen. Es war aufgrund der teilweise irreführenden Verkehrsführung so wenig los, dass wir nicht anders reagieren konnten“, macht der Geschäftsmann deutlich.
Er sei schon an einem Punkt angelangt, darüber nachzudenken, die Tankstelle bald nur noch mit Automaten zu betreiben. Das würde für die Mitarbeiter im schlimmsten Fall das Aus bedeuten.
Ihm sei bewusst, dass Sanierungsarbeiten unumgänglich sind. Doch die zeitliche Abstimmung störe ihn. „Wenn man sieht, was in und um Stadthagen los ist, kann man doch nur mit dem Kopf schütteln.“
Außerdem, so Möllers Beobachtungen, sei es in Schaumburg gang und gäbe, Baustellen aufzubauen und diese dann erst einmal ruhen zu lassen. Beispiel B 65-Ausbau: „Ich verfolge täglich, dass sich da kaum etwas tut. Die Sperrungen bleiben natürlich bestehen.“ Seine Befürchtung: Wenn sich die Autofahrer in den Wochen erst einmal an die vielen Umleitungen gewöhnt haben, kommen sie nicht wieder.

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