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Fördergeld für Betreuung der Trinkerszene?

Fachkraft soll sich um die Gruppe kümmern Fördergeld für Betreuung der Trinkerszene?

Möglichkeiten im Umgang mit der sogenannten Trinkerszene sind in einer Zusammenkunft der Stadtverwaltung mit sozialen Einrichtungen konkretisiert worden. Nach den Worten von Bürgermeister Oliver Theiß gibt es bei den Gesprächspartnern die grundsätzliche Bereitschaft, die Mitglieder der Trinkerszene stundenweise zu betreuen.

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Stadthagen. Es sei vereinbart worden, dass jeder der Sozialverbände „jetzt bei sich schaut, ob eine Personalstelle für diese Aufgabe um die entsprechende Stundenzahl aufgestockt werden kann“. Gedacht sei ungefähr an zwei Stunden täglich am späten Nachmittag, berichtete Theiß. Beteiligt waren nach Auskunft von Theiß die Drogenberatungsstelle und die Ambulante Hilfe für Wohnungslose des Diakonischen Werkes, das Projekt Probsthagen, die Ex- und Job Arbeit und Freizeit GmbH sowie die St.-Martini-Kirchengemeinde.

Neue Fachkräfte Mangelware

Weil der Markt an Sozialarbeitern vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise so gut wie leer gefegt ist, sei es schwierig, eine Kraft für die genannte Stundenzahl zu bekommen. Realistischer sei es, dass ein ohnehin bei einer der Einrichtungen beschäftigter Sozialarbeiter seine Stundenzahl entsprechend erhöht. Das werde derzeit eruiert.
In Abstimmung mit den sozialen Einrichtungen wird die Stadtverwaltung laut Theiß zudem ausloten, ob es für das beabsichtigte Projekt eine geeignete finanzielle Fördermöglichkeit gibt. Dafür sei bereits ein schriftliches Konzept erstellt worden. „In erster Linie setzen wir auf einen solchen Fördertopf“, bekräftigte Theiß. Sollte das jedoch nicht gelingen, schwebt dem Verwaltungschef die Aufteilung der Kosten zwischen der Stadt und den Gastronomen und Kaufleuten am Marktplatz vor, denen laut Bürgermeister besonders an der Lösung des Problems liegt. Schauplatz der Trinkerszene ist das Areal zwischen der St.-Martini-Kirche und dem östlichen Teil des Marktplatzes.

Kosten bleiben möglicherweise bei Stadt hängen

Der Verwaltungschef will es aber auch nicht ganz ausschließen, dass die Stadt am Ende die Kosten alleine trägt: „Wir müssten dann gucken, ob das Projekt der Politik das Geld wert ist.“ Denn dabei würde es sich nach den Worten von Theiß „um eine absolut freiwillige Aufgabe für die Stadt handeln“. In keinem Fall könnten die Kosten den Sozialverbänden aufgebürdet werden. „Wir sind schon froh, dass sie in der Sache mit uns kooperieren“, so Theiß.
Das nächste Treffen der Stadtverwaltung zum Thema Trinkerszene ist für den 25. Mai datiert. Dann sollen neben den sozialen Einrichtungen auch die Polizei, der Stadtmarketingverein sowie die Gastronomen und Kaufleute dabei sein. „Ich hoffe, dass wir dann schon konkrete Ergebnisse erzielen können“, stellte der Bürgermeister in Aussicht.

ssr

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