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Stadthagen Stadt Gewalt an Frauen gibt es auch im Landkreis
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Gewalt an Frauen gibt es auch im Landkreis
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00:17 17.02.2017
Zahlreiche Teilnehmer machen mit bei der Kampagne „One Billion Rising“ an der Schule am Schlosspark gegen Gewalt an Frauen. Quelle: col
Stadthagen

Der Name der Aktion weist auf die schier unglaubliche Zahl von einer Milliarde Frauen hin, die weltweit im Laufe ihres Lebens geschlagen, misshandelt oder vergewaltigt werden. Die Zahl basiert auf einer Statistik der UN. „Durch unsere Arbeit wissen wir, dass es diese Gewalt gibt, und heute zeigen wir der Welt gemeinsam, dass wir uns das nicht einfach gefallen lassen“, so Schädel.

Laut Iris Burkardt-Pawlik vom Arbeitskreis für Mädchenarbeit haben sich alle Stadthäger Schulen an der Aktion beteiligt. Auch Kinder und Jugendliche aus Lindhost, Helpsen, Bad Nenndorf und Rodenberg haben mitgetanzt. In zwei Tanzschulen gab es extra Unterrichtseinheiten, um die Choreografie einzustudieren. Die Farbe des Tages war pink. Alle Teilnehmer hatten einen Handschuh in der Farbe erhalten. Insgesamt fand die Kampagne, die 2013 ins Leben gerufen wurde, in 175 Städten in Deutschland statt.

Zum ersten Mal in Schaumburg

Auch Landrat Jörg Farr zeigte Gesicht und freute sich, dass die Aktion erstmals im Landkreis durchgeführt wird, denn: „Gewalt an Frauen passiert nicht nur irgendwo im Ausland, also weit weg von uns, sondern hier bei uns in Schaumburg“. Umso wichtiger sei es, dass sich die Menschen hier vor Ort solidarisch zeigten.

Wenn auch nicht ganz so sicher bei der Choreografie wie die Schüler, aber immerhin mitgeschunkelt hat Bürgermeister Oliver Theiß. Im Vorfeld hatte er deutliche Worte gefunden: „Wir lehnen uns heute dagegen auf, dass Gewalt gegen Mädchen und Frauen als unabänderliche Tatsache hingenommen wird. Das muss raus aus den Köpfen.“

Die beeindruckend große Gruppe war um 11 Uhr vom Stadthäger Festplatz gestartet, um geschlossen zur Schule am Schlosspark zu laufen, wo die Tanzeinlage stattfand. Im Anschluss baten alle Beratungseinrichtungen Interessierte noch in den Marie-Anna-Stift, um in ungezwungener Atmosphäre über ihre Angebote zu informieren. col