Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Gewaltorgie fordert fünf Verletzte

Stadthagen / Polizeieinsatz Gewaltorgie fordert fünf Verletzte

Eine erheblich verletzte Frau und vier leicht verletzte Polizisten hat der Gewaltausbruch eines 27-jährigen türkischen Mannes und einiger seiner Verwandten am Freitagmittag an der Enzer Straße gefordert. Erst durch ein Aufgebot von zwölf Polizeibeamten konnte die Lage beruhigt werden.

Voriger Artikel
Fackeln zeigen den Weg
Nächster Artikel
„Sternparty“ im Ratskeller

Stadthagen (ssr). Nach Schilderung von Polizeisprecher Axel Bergmann hatte sich kurz zuvor die Ehefrau des Mannes, eine 27-jährige gebürtige Irakerin, bei der Polizei gemeldet. Diese berichtete, von ihrem Ehemann seit vielen Jahren, und ganz akut am Freitagmorgen, massiv körperlich misshandelt worden zu sein.

Vier Polizeibeamte begleiteten die Frau zu ihrer Wohnung, um den 15 Monate alten Sohn und persönliche Sachen zu holen und beide anschließend in Sicherheit zu bringen. Als die Dinge im Auto verstaut waren und das Baby geholt werden sollte, so der Polizeisprecher, wurden der Ehemann sowie drei seiner Verwandten gewalttätig.

Zunächst beleidigten diese die Ehefrau laut schreiend und gestikulierend. Dann wurde das Opfer getreten und brutal am Kopf geschlagen. Auch die sofort einschreitenden vier Beamten wurden getreten und geschlagen, sie erlitten Prellungen und Schürfwunden. Die Polizisten setzten Pfefferspray ein und forderten Verstärkung an.

Wenig später waren insgesamt zwölf Polizeibeamte vor Ort. Es gelang, die Lage zu beruhigen und die Frau wegzubringen. Diese befindet sich den Worten des Polizeisprechers nach zusammen mit den drei älteren Kindern des Ehepaars im Alter zwischen drei und sechs Jahren außerhalb des Landkreises in einer sicheren Einrichtung.

Über den Verbleib des Babys hatte Bergmann zufolge anschließend eine zwischenzeitlich herbei geholte Vertreterin des Kreisjugendamtes zu entscheiden. In Verhandlungen mit dem Ehemann, dessen Rechtsanwältin und in Abstimmung mit der Polizei sei ein sogenannter „Schutzplan“ unterzeichnet worden. Demzufolge verbleibt das Baby das Wochenende über beim Vater. Dieser wurde verpflichtet, am kommenden Montagmorgen mit dem Baby beim Jugendamt zu erscheinen.

Diese Entscheidung unter Federführung des Jugendamtes sei „im Sinne der Verhältnismäßigkeit so getroffen worden, um die akute Situation nicht noch weiter eskalieren zu lassen“, so Bergmann. Gegen die Angreifer werden Strafverfahren wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr