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Gewerbesteuer sprudelt kräftig

Kreisstadt nimmt rund drei Millionen Euro mehr als geplant ein Gewerbesteuer sprudelt kräftig

Unerwartet kräftig gesprudelt haben die Einnahmen aus der Gewerbesteuer im abgelaufenen Jahr: Am Jahresende 2016 hatte die Stadt aus dieser Quelle 9,15 Millionen Euro in der Kasse, das sind rund drei Millionen Euro mehr als zuvor eingeplant.

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STADTHAGEN. . Die ungewöhnlich hohe Summe ist nach Auskunft von Kämmerer Jörg Schädel auf namhafte Nachzahlungen von insgesamt 16 Firmen für die Jahre 2014 und 2015 zurückzuführen. Doch unabhängig von diesem „Einmaleffekt“ zeigt die Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen auch grundsätzlich eine ansteigende Tendenz. „Die Zahlen entwickeln sich positiv“, sagt Verwaltungschef Oliver Theiß. Während aus der Gewerbesteuer im Jahr 2011 rund 5,7 Millionen Euro und 2012 etwa 5,8 Millionen Euro in die Stadtkasse flossen, deuten alle Zeichen darauf hin, dass es im laufenden Jahr 6,7 Millionen Euro sein werden. Und für die Folgejahre rechnet die Verwaltung weiter mit einem mindestens leicht steigenden Trend.
„Wir sind zufrieden mit dieser Entwicklung, von der wir hoffen, dass sie so weitergeht“, kommentiert Theiß. Zu Teilen spiegele der positive Trend die bundesweit gute Konjunktur wider: „Die Betriebe machen gute Geschäfte.“ Das gelte nicht nur, aber insbesondere für das Baugewerbe und den Handel. „In Zeiten niedriger Zinsen investieren viele Menschen, das bringt den Firmen Aufträge.“
Der Trend zeige aber auch, „dass die städtische Wirtschaftsförderung in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet hat“. In den vergangenen Jahren hätten sich hier eine ganze Reihe neuer Betriebe angesiedelt. „Das sind zwar nicht die ganz großen Firmen, aber viele kleinere ergeben in der Summe auch eine positive Entwicklung auf die Gewerbesteuer.“
Die Tendenz zeige sich konkret zum Beispiel, wenn man den Blick auf die Gelände der ehemaligen Industriebetriebe Alcatel oder Otis werfe, so Theiß. Hier fänden sich viele neue kleinere bis mittlere Unternehmen, die Arbeitsplätze bieten und Gewerbesteuern zahlen. „Diese zugewonnenen Betriebe kompensieren zumindest teilweise den Verlust der genannten großen Unternehmen“, ergänzt der Verwaltungschef.
Zufrieden könne man auch deswegen sein, so Theiß, „weil wir vom Standort her gegenüber Orten, die direkt an der Autobahn liegen, eher benachteiligt sind“. Eine Stärke der Stadthäger Wirtschaft liege darin, dass diese „breit aufgestellt ist“, wie der Bürgermeister formuliert. ssr

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