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Stadthagen Stadt Gewinner des Blumenschmuckwettbewerbs gekürt
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Gewinner des Blumenschmuckwettbewerbs gekürt
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00:25 22.10.2015
Olga Reich in ihrem persönlichen „Fitnessstudio“. Quelle: ber
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Stadthagen

Den zweiten Platz hat Familie Kohlmeier belegt, gefolgt von Ruth Hupe.

 „Wir wollen Blumen sehen. Der Garten muss bunt und gepflegt sein. Die Größe ist dabei nicht entscheidend. Nur, dass man die Blütenpracht von der Straße aus sehen kann, damit jeder etwas davon hat“, erklärt Organisator Karl-Heinz Spreen vom Verkehrsverein am Rande der Preisverleihung die Kriterien der Jury.

 Dabei finden sich nach Angaben des Verkehrsvereinsvorsitzenden Karl-Heinz Hepe immer weniger Gärten in Stadthagen, die diese Kriterien erfüllen. „Es dominieren heute vermeintlich pflegeleichte Grünpflanzen wie Buchsbaum.“

 Umso wichtiger sei der Blumenschmuckwettbewerb, der in diesem Jahr bereits seinen 60. Geburtstag feiert, meint Hepe. „Es ist eine Plattform für diejenigen, die sich liebevoll und mit viel Engagement um ihre Gärten kümmern. Außerdem soll es ein Anstoß sein, damit das alte Brauchtum wieder verstärkt Einzug in Stadthagen erhält.“

 Die Jury hat im Zeitraum von Mai bis September alle infrage kommenden Gärten insgesamt fünfmal besichtigt – incognito. „Wenn sie verdächtige Personen auf der Straße gesehen haben, kann es sein, dass wir das waren“, sagt Spreen schmunzelnd. „Hin und wieder haben wachsame Bürger auch unser Kennzeichen notiert.“

 Auch Bürgermeister Oliver Theiß war „erschüttert“, als er erfahren habe, dass eine Jury durch Stadthagen geht und die Vorgärten begutachtet. „Unserer ist nicht preisverdächtig“, gab Theiß kleinlaut zu. „Das haben wir gesehen. Deshalb steht er auch nicht auf der Liste“, gab Spreen zurück. Gleichwohl lobte Theiß das Engagement der Gartenliebhaber, die dadurch für ein schönes Stadtbild sorgten.

 Für Siegerin Olga Reich ist die Gartenarbeit jedoch in erster Linie Fitness für die Seele, wie sie sagt. „Und wenn sich auch noch andere daran erfreuen, ist es umso schöner.“ ber

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