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Giftige Brühe?

Drastische Überschreitungen von Grenzwerten Giftige Brühe?

Die Bürgerinitiative Stadthäger Asphalt-Mischwerk (BI) ist in großer Sorge. Untersuchungen von Wasser, das vom Betriebsgelände der Firma Ahrens in die Umgebung abläuft, hätten bei etlichen Schadstoffen deutliche Überschreitungen einschlägiger Grenzwerte ergeben.

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Vor der Zufahrt zum Ahrens-Firmengelände hat die BI bei Starkregen Wasserproben genommen.

Quelle: rg

STADTHAGEN. Während eines starken Regenschauers Anfang Juni hätten BI-Mitglieder direkt an der Zufahrt vom Firmengelände ablaufendes Wasser aufgefangen. Diese Proben seien „auf Kosten der BI von einem renommierten Analyselabor“ untersucht worden, heißt es in einer Pressemitteilung der Aktiven.

„Die Ergebnisse übertreffen unsere schlimmsten Befürchtungen“, bilanziert Vorstandsmitglied Dieter Latus. So werde der Grenzwert für die Summe bestimmter Kohlenwasserstoffe um mehr als das 400-fache, der für Quecksilber um das Vierfache und der für Cadmium um das 2,6-fache überstiegen. In einem weiteren Fall sei der Grenzwert sogar um das 26 000-fache übertroffen worden. Die BI legt hierbei die in der gerade aktualisierten Verordnung zum Schutz von Oberflächengewässern festgelegten und die von der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser zum Schutz des Grundwassers ermittelten Grenzwerte zugrunde.

"Brühe mit hochgiftigen Schwermetallen"

Vom Ahrens-Gelände komme bei Starkregen „eine Brühe mit hochgiftigen Schwermetallen wie Quecksilber und Cadmium, krebserregenden aromatischen Kohlenwasserstoffen und diversen, vermutlich gesundheitsschädlichen Pflanzenschutzmitteln herunter“, schlussfolgert die BI. Da sei es „eine Unverfrorenheit“, dass die Firma Ahrens gegenüber dem Gewerbeaufsichtsamt behauptet habe, dass eine Belastung der Umgebung durch Schwermetalle und aromatische Kohlenwasserstoffe ausgeschlossen sei und dass sich auf dem Gelände nur ungefährlicher Abfall befinde.

Nach den Worten ihres Vorsitzenden Jürgen Burdorf befürchtet die BI, „dass Ahrens durch giftige und krebserregende Emissionen nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung gefährden könnte, sondern auch die umliegenden Oberflächengewässer und das Grundwasser“. Dringend erforderlich seien Maßnahmen, damit auch bei Starkregen kein kontaminiertes Wasser vom Firmengelände fließen kann. Außerdem müsse sichergestellt sein, dass das auf dem Firmengelände über Entwässerungsrinnen aufgefangene Wasser fachgerecht behandelt wird, bevor es in den Wasserkreislauf gelangt.

Die BI habe die Untersuchungsergebnisse der Unteren Wasserbehörde beim Landkreis, dem Gewerbeaufsichtsamt und der Stadt Stadthagen zugeleitet. Die Geschäftsführung der Firma Ahrens war gestern (18. Juli) für eine Stellungnahme nicht erreichbar. ssr

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