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Stadthagen Stadt Gläserne Blaskunst
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00:16 16.11.2013
Einmal kräftig pusten, fertig ist die Christbaumkugel. Unter Anleitung von Martin Müller-Schulwilm versucht sich Ramon als Glasbläser. Quelle: tbh
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Begleitet wurden Müller-Schulwilm von seinem Kollegen „Herr Nagel“. Zusammen haben sie den Kindern mit lustigen Anekdoten und Fingerfertigkeit gezeigt, wie aus Glaszylindern ein schöner Schwan oder eben ein Dinosaurier in Wurstform hergestellt wird.
Um das Glas ziehen und biegen zu können, musste der Glasbläser es zunächst mit einem Bunsenbrenner erhitzen. „Das sieht aus wie in einem Labor“, wunderte sich Lydia (8), die zusammen mit ihrer Klassenkameradin Josephine gespannt beobachtete, wie der Glasbläser das Glas in Wackelpudding verwandelte, um den Figuren anschließend Gestalt zu verleihen. Wie heiß die Flamme beim Glasschmelzen ist, führte Müller-Schulwilm an seinem Kollegen „Herr Nagel“ vor. Der Nagel musste seinen Kopf hinhalten und hat den Schülern beim Abkühlen im Wassereimer auch gleich ein Lied davon singen können, wie heiß ihm geworden war.
Leonard wurde von Müller-Schulwilm zum „Hitzesachverständigen“ ernannt. „Das ist ja gar nicht heiß“, so das Ergebnis der Hitzeprüfung, bei der der Schüler herausgefunden hatte, das Glas die Hitze nicht so gut leiten kann wie „Herr Nagel“.
„Vor Hundert Jahren wurden so auch die Glühbirnen hergestellt“, erklärte Müller-Schulwilm, als er eine Birne geformt hatte. Bei Einfärben des daueraus entstandenen Schwans durfte Lara-Mariella helfen. Buntes Papier hineingeben und das Ganze eine Stunde mit gestrecktem Arm hochhalten, damit sich die Farben mischen. Das musste Lara-Mariella glücklicherweise nicht vorführen. Den wohl besten Job hatte der siebenjährige Ramon: Er holte tief Luft und blies eine Christbaumkugel.

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