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Grenzgang zwischen Schein und Sein

Ausstellung im Kulturzentrum Grenzgang zwischen Schein und Sein

Licht und Schatten, Perspektiven, Räume – Grenzgänge aller Art sind es, die Janine Gilbeau in ihren Kunstwerken thematisiert. In der gleichnamigen Ausstellung der gebürtigen Hannoveranerin im Kultur-Café der Alten Polizei stoßen Fotografie und Malerei aufeinander.

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Nur ein heller Schatten lässt die Kontur des Fotos erahnen, das sich in dem Bild von Janine Gilbeau verbirgt. 

Quelle: tbh

Stadthagen. Mal schwingt sich eine Treppe in die Tiefe, mal muss man genau hinschauen, wo sich die Holzmaserung vom Foto in dem Gemälde fortsetzt.

Die 39-Jährige ist gelernte Fotografin, hat aber schon früh eine Leidenschaft für das Malen entwickelt. Beides hat sie zu ihrer Kunstform auserkoren. Das Ergebnis: eine Mischung aus Fotografie und Gemälde. „Die Malerei erweitert die Fotokunst.“

Ihren erlernten Beruf übt die zweifache Mutter nicht mehr aus. Heute lebt Gilbeau mit ihrer Familie in Stadthagen und arbeitet als pädagogische Mitarbeiterin. Doch die Fotografie ist immer noch ein wesentlicher Bestandteil ihres Lebens. „Ich gehe immer noch mit einem Fotoblick durch die Welt“, gesteht sie. Letztendlich seien die Fotos ein Abbild der Realität, die auch in ihren Werken eine zentrale Rolle einnehme. Die Grenzen zwischen Schein und Sein sind bei Gilbeau fließend.

Vor rund zehn Jahren hat die Künstlerin schon einmal eine Ausstellung in der Alten Polizei gehabt – damals noch eine reine Fotoausstellung. Mittlerweile sind ihre Fotos nur noch ein Teil des Ganzen. Sie passen sich perfekt in die Gemälde ein, spiegeln aber nicht immer die Realität hinter den Bildern wider. „Es ist auch eine Grenze zwischen dem, was ist, und dem, was jeder sieht“, sagt sie.

Der Betrachter hat freien Interpretationsspielraum. Das spiegelt sich auch bei den Titeln der Werke wieder. Die heißen schlicht „Licht“, „Kirchenbank“, „Nacht“ oder „Portugal“. Gilbeau weiß, „entweder es spricht einen an oder eben nicht.“ Dennoch hat sie hohe Ansprüche an sich: „Ich bin altmodisch und finde es wichtig, die Technik des Malens zu beherrschen.“

Einige ihrer frühen Werke würde sie heute nicht mehr aufhängen, gesteht sie. Am Anfang ging es mir darum zu schauen, ob ich malen kann.“ Den Ausstellungsgästen dürfte schnell klar werden. Sie kann es. Detailgetreu ist die Maserung der Holzbank. Um die Einkerbungen und abgenutzten Stellen ziehen sich Schatten.

Die „Grenzgänge“ sind voraussichtlich noch bis Ende Mai im Kulturzentrum an der Obernstraße 29 ausgestellt. Einen Überblick über die Werke gibt Gilbeau auf ihrer Internetseite artnine.wordpress.com. tbh

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