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Großbrand in der Altstadt war Absicht

Verfahren vorläufig eingestellt Großbrand in der Altstadt war Absicht

Das Feuer an einem Mehrfamilienhaus an der Niedernstraße in Stadthagen im Juli dieses Jahres wurde absichtlich gelegt. Das ist das Ergebnis eines Sachverständigengutachtens. Dennoch hat die Staatsanwaltschaft Bückeburg das Verfahren vorläufig eingestellt.

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Das Feuer hat vor allem große Teile der Dachflächen des Gebäudekomplexes zerstört.

Quelle: Archiv

Stadthagen. Es gibt keine Person, gegen die ein Anfangsverdacht vorliegt, erläutert Staatsanwalt Nils-Holger Dreißig. Trotz einiger sichergestellter Spuren gelang den Ermittlern bislang nicht der Durchbruch.

Wie der oder die Unbekannten den Holzunterstand im rückwärtigen Bereich des Gebäudekomplexes in der Altstadt in Brand gesetzt haben, will Dreißig aus ermittlungstaktischen Gründen nicht verraten. Immerhin handele es sich dabei um Täterwissen.

Das generelle Problem bei der Aufklärung von Bränden sind nach Angaben eines Polizeisprechers die vernichteten Spuren am Tatort. Dieser Umstand mache den Ermittlern die Klärung einer Straftat extrem schwer. Aus diesem Grund seien die Beamten bei diesen Vorfällen sehr auf Zeugenhinweise angewiesen. Doch offenbar hatte in den späten Abendstunden des 10. Juli niemand Beobachtungen in dem Bereich der Altstadt gemacht.

Dennoch ist eines klar: Sollten sich neue Erkenntnisse mit Blick auf den Großbrand ergeben, werden die Ermittlungen umgehend wieder aufgenommen. Die Einstellung ist vorläufig.

Der Großbrand im Sommer hatte eine Nacht lang etwa 150 Einsatzkräfte in Atem gehalten. Die Helfer kämpften stundenlang darum, ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Häuser zu verhindern. Da Feuer in der Innenstadt aufgrund der dichten Bebauung immer äußerst heikel sind, rief die Leitstelle eine Großschadenslage aus. 16 DRK-Rettungskräfte waren neben den Helfern der Freiwilligen Feuerwehren vor Ort. Ein Übergreifen der Flammen konnten die Einsatzkräfte verhindern, allerdings wurde der Gebäudekomplex mit acht Wohnungen und Gewerberäumen stark beschädigt. Eine Familie verlor ihre Dachgeschosswohnung sowie ihr Hab und Gut. Von den 25 Hausbewohnern wurde niemand verletzt. Sie konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ein Stadthäger Feuerwehrmann erlitt beim Einsatz jedoch einen Kreislaufzusammenbruch.

Der Gesamtschaden am Gebäude beläuft sich auf etwa 300.000 Euro, teilt Staatsanwalt Dreißig mit.  vin

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Die zerstörten Dachflächen des Gebäudekomplexes sind sporadisch abgedichtet.

Spuren hat die Polizei am Brandort an der Niedernstraße in Stadthagen zwar nicht sichern können. Dafür liegt den Beamten nach eigenen Angaben aber Bildmaterial vor, das Augenzeugen in der Nacht des verheerenden Großbrandes gemacht haben. Darauf zu sehen ist auch eine bislang unbekannte Person.

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