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Stadthagen Stadt „Großer architektonischer Charme“ im Schloss-Ensemble
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt „Großer architektonischer Charme“ im Schloss-Ensemble
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06:16 27.04.2012
Das frühere Gesindehaus des Marstalls soll seinen Besitzer wechseln. Quelle: Foto: rg
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Stadthagen (ssr). Das Haus mit dem steilen Sandstein-Giebel direkt am Schloss-Parkplatz ist um 1535 errichtet worden. Es war Teil des sogenannten Marstalls, in dem die zahlreichen Pferde des Fürstenhauses untergebracht und versorgt worden sind.

Jahrhundertelang wurde das von den Stallungen etwas abgesetzte Gebäude nach Auskunft von Udo Jobst vom Förderverein Renaissance Stadthagen zunächst als Viehstall, später als Gesindehaus genutzt. Das heißt, hier war das für die Pferdeversorgung und -verwaltung des Fürstenhauses verantwortliche Personal, darunter auch die Kutscher, untergebracht. Später diente das Gebäude freilich ganz unterschiedlichen Nutzungen, die selbst für Historiker heute in Einzelheiten nur noch schwer nachvollziehbar sind. Bekannt ist, dass um 1880 ein grundlegender Umbau vorgenommen worden ist, ohne den Weserrenaissance-Charakter des Gesindehauses zu zerstören.

In jüngerer Vergangenheit diente das mehrfach umfassend sanierte und modernisierte Gebäude als Büro einer Steuerberater-Firma. Nun steht das Haus mit seiner Grundstücksfläche von 144 Quadratmetern zum Verkauf. Nach Auskunft der Firma Schugt-Immobilien (Minden) verfügt das Haus über acht Büroräume und im voll ausgebauten Dachgeschoss über einen großen Tagungsraum. „Das Gebäude strahlt als Teil des historischen Schloss-Ensembles einen großen architektonischen Charme aus“, sagte ein Sprecher der Immobilienfirma.

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