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Großreinemache in der Alten Polizei

Stadthagen Großreinemache in der Alten Polizei

Wie in vielen Schulen, in denen während der Sommerferien fleißig gebaut wird, wird auch im Kulturzentrum Alte Polizei die betriebsfreie Zeit bis zum 2. August für Sanierungsmaßnahmen genutzt. Rund 36000 Euro werden investiert, wie Geschäftsführer Klaus Strempel im SN-Gespräch erläutert. Gearbeitet wird im Jugendtreff sowie im großen Saal, der pünktlich zum Beginn der Aktion „Gemeinsame Ferien“ am Montag fertiggestellt werden konnte.

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Im Jugendtreff im Keller der Alten Polizei wird neuer Estrich gelegt.

Quelle: rg

STADTHAGEN. Für die Maßnahmen stehen rund 36000 Euro zur Verfügung. Im Februar hatte die Alte Polizei den Förderbescheid des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur über Landesmittel in Höhe von 27300 Euro erhalten (wir berichteten). Die Stadt übernimmt die Differenz, was sich Strempel zufolge mehr als bezahlt macht, „schließlich profitieren Tausende davon“. Seit der Eröffnung des Kulturzentrums haben die Verantwortlichen fast 1 Million Euro für Baumaßnahmen eingenommen; ein Großteil davon für die Beseitigung des Wasserschadens 1999 und 2000. Verantwortlicher Architekt für die aktuellen Arbeiten ist Horst Faltz, der auch an der Sanierung des Lustschlosses beteiligt ist.

Aktuell ist der größte Baustein und „das wichtigste Vorhaben“ die Erneuerung des Fußbodens im Jugendtreff. Aufgrund eines langjährigen Wasserschadens muss dort der PVC-Boden ausgewechselt werden. Offenbar war seit Jahren bei Starkregen Wasser in den Boden eingedrungen, was sich erst langsam durch Verformungen bemerkbar gemacht habe. Ein Teil des Bodens musste geöffnet und neuer Estrich gelegt werden. Dieser muss jetzt trocknen. Erst dann können die Arbeiten weitergehen. Aufgrund von Feuchtschäden müssten auch Wände neu verputzt werden.

„Ich bin zuversichtlich, dass es zehn bis 15 Jahre hält“

„Wie beim Ausbau aller Gerätschaften will Jörg Lehnert die Jugendlichen auch beim Streichen und dem Einräumen wieder mit an Bord holen“, so Strempel. Deswegen werde sich die Eröffnung des Jugendtreffs bis in den August hineinziehen. Aber für die Jugendlichen sei es schön, an der Neugestaltung beteiligt zu sein. Beim Ausräumen sei nicht nur die Küchenzeile eine Herausforderung gewesen, sondern auch der 300 Kilogramm schwere Profi-Billardtisch.

Die zweite große Baustelle fand im großen Saal statt. Insgesamt 141 Quadratmeter Parkettboden (inklusive der Bühne) sind abgeschliffen und rutschfester versiegelt worden. „Ich bin zuversichtlich, dass es zehn bis 15 Jahre hält.“ Zuletzt war der Boden 2005 saniert worden. „Der Saal ist der meist frequentierteste Raum des Hauses. Das geht montagmorgens mit der Rückengymnastik los und setzt sich dann die ganze Woche fort“, erklärt Strempel die Abnutzung. „Es gab wieder starke Schäden, das Parkett war grau und rissig geworden, aber Gott sei Dank ist es so dicht, dass es abgeschliffen werden konnte. Wir sind froh, dass wir termingerecht fertig geworden sind. So können die Kinder den Saal für Spielaktionen während der Ferienwochen nutzen.“

Tontechnik als nächstes Projekt

Sollte nach Beendigung dieser beiden Maßnahmen noch Geld übrig sein, hat Strempel schon zwei weitere Dinge im Blick, die saniert werden könnten: Der Mosaikboden, der sich vom Café bis ins Foyer zieht, „muss dringend ausgebessert werden“. Dieser stamme aus der Bauzeit des Gebäudes im Jahr 1896. Auch die Türen im ersten Stock seien seit 1990, der Eröffnung des Kulturzentrums, nicht bearbeitet werden, „und sie haben doch einige Macken, die ausgebessert und neu gestrichen werden müssten“.

Wie Strempel bereits im Februar erläutert hatte, sollte dies nun die letzte Baumaßnahme in dem Gebäude gewesen sein. Das große Drei-Jahres-Paket im Bereich energetische und hygienische Sanierungen, das 2014 seinen Lauf nahm, ist abgeschlossen. In diesem Rahmen sind die Fenster ausgetauscht, Wände isoliert und die Heizungsanlage erneuert worden. Im nächsten Jahr sollen dennoch wieder Fördergelder beantragt werden – dann für die Tontechnik. col

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