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Grünflächen „schlimm wie nie zuvor“

Großer Ärger über Stadtverwaltung Grünflächen „schlimm wie nie zuvor“

Kräftig Dampf abgelassen haben die Mitglieder des Ratsausschusses für Sicherheit und Ordnung in Sachen Grünpflege. Nahezu jeder berichtete in der jüngsten Sitzung über Beschwerden von Bürgern. „Die Leute haben den Eindruck, bei der Pflege der städtischen Grünflächen passiert gar nichts mehr“, spitzte Martin Heil (SPD) zu.

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Städtische Grünpflege in der Kritik: Zum Beispiel Am Hundemarkt wuchern die Pflanzen auf den Hochbeeten über die Maßen.

Quelle: rg

STADTHAGEN. Und Ausschussvorsitzende Ulrike Koller (SPD) formulierte: „Die Grünflächen sehen so schlimm aus wie nie zuvor.“

Als ein Beispiel nannte Koller den Hundemarkt. Dort würde das Grün auf den Hochbeeten derart wüst wuchern, „dass die Mauern gar nicht mehr erkennbar sind“. Einige Parkbuchten würden daher gar nicht mehr genutzt, wodurch der Stadt sogar Einnahmen entgingen, mahnte Koller. Anderorts seien durch nicht gepflegtes Grün Verkehrsschilder kaum noch zu erkennen. Zwar gebe es Pläne für die Grünpflege, „die werden aber nicht umgesetzt“, kritisierte die Politikerin.

Ärger mit der Fremdfirma

Die mit Teilen der Grünpflege beauftragte Fremdfirma sei längere Zeit gar nicht mehr gesichtet worden, berichtete Heil. Das habe „an Zwistigkeiten in der Firmenleitung gelegen“, teilte dazu Martin Opfermann vom Fachbereich für Bürgerdienste mit: „Die sind jetzt aber wohl überwunden, sodass wir davon ausgehen, dass die Arbeiten künftig wieder normal verrichtet werden.“ Von Schwierigkeiten mit der Privatfirma wusste auch Koller zu berichten. „Die haben sich zum Beispiel an einem Privatbeet zu schaffen gemacht, bis der Eigentümer eingriff. Die wissen wohl gar nicht verlässlich, was genau sie zu tun haben.“

Grundsätzlich mahnte Koller eine bessere Zuarbeit für den Ausschuss durch die Verwaltung an. Wenn es bei der Grünpflege Schwierigkeiten gebe und möglicherweise personelle Verstärkungen beim Bauhof ratsam seien, „dann möchten wir das wissen und in einer Vorlage Vorschläge dazu lesen, damit wir entscheiden und helfen können“, so die Vorsitzende.

City-Wache ist weiteres Thema im Ausschuss

Ähnliche Defizite sah Koller in anderen den Ausschuss betreffenden Bereichen. So sei die Verwaltung seit Längerem Auskünfte und Vorschläge dazu schuldig, wie es mit der Sicherheitspartnerschaft zwischen Stadt und Polizei konzeptionell weiter gehen soll. Da gehe es um die offene Frage, ob die City-Wache durch einen zweiten Polizeibeamten verstärkt werden könnte. Überfällig sei auch ein Konzept, wie die Stadt den Ordnungsdienst verbessern will, schließlich habe es in diesem Bereich eine personelle Verstärkung gegeben.

„Dieser Ausschuss bekommt von der Verwaltung nicht die Anerkennung, die er verdient“, unterstützte Heil den Vorstoß von Koller. „Es kann doch nicht sein, dass wir immer so wenig Tagesordnungspunkte haben“, pflichtete Gundi Donjes (WIR) bei. Opfermann nahm seitens der Verwaltung die Kritik zur Kenntnis und sagte zu, diese im Rathaus an zuständiger Stelle weiterzugeben. ssr

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