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Gute Stube statt Verkaufsfläche

Nachnutzung leerer Lokale Gute Stube statt Verkaufsfläche

Die Angst vor gähnend leeren Schaufenstern und das Ringen um belebte Innenstädte sorgen bei manch einem Lokalpolitiker für schlaflose Stunden. Heiko Tadge, CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, will aus der Not eine Tugend machen. „Der allgemeine Trend liegt auf der Hand“, meint der Ratsherr.

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Quelle: pr.

Stadthagen. „Leere Ladenlokale lassen sich auf Dauer nicht vermeiden und der Bedarf für barrierefreies Wohnen in der Innenstadt nimmt zu. Warum sollten leere Geschäfte nicht auch zum Wohnraum umfunktioniert werden?“ fragt Tadge. Ein ausgearbeitetes Konzept habe die CDU dazu nicht bei der Hand und auch einen Vorstoß dazu sei vorerst nicht im Rat zu erwarten. Dennoch: „Überall in der Stadt, wo bisher barrierefreier Wohnbau realisiert wurde, waren die Wohnungen verkauft, bevor sie fertiggestellt waren“, beobachtete Tadge. Das Konzept sei zwar weniger für die Bereiche um den Marktplatz oder Obernstraße geeignet, könne sich aber in der Nordstadt rentieren.

Mittel aus dem Förderprogramm

Anstatt wie bisher alte Bausubstanz abzureißen und danach auf der Fläche nach den veränderten Anforderungen neuzubauen, könne über bauliche Veränderungen der Ladenlokale mit geringerem Aufwand einiges erreicht werden. „Sofern der Umbau den Richtlinien entspricht, könnten wir bei den denkmalgeschützten Gebäuden in der Altstadt dafür auch Mittel aus den aktuellen Förderprogrammen fließen lassen“, überlegt Tadge. Letztendlich komme dieses Thema in Zukunft seiner Meinung nach „zwangsläufig“ auf jeden Hauseigentümer in der Innenstadt zu.

Diese seien es aber auch, die die Investitionskosten zu schultern hätten, warnt Wirtschaftsförderer Lars Masurek vor zu viel Euphorie. Denn in vielen Fällen liege es ja gerade an einem Investitionsstau, dass die Immobilien nicht als Ladengeschäft wieder vermietet würden. „Und eine Umwandlung in Wohnflächen bedeutet einen immens hohen finanziellen Aufwand“, so Masurek. Welcher Eigentümer bereit sei, dort in Vorleistung zu treten, sei vom Einzelfall abhängig.

Ladenflächen zu Wohnungen umzubauen, sei jedoch keine neue Idee. An der Krummen Straße habe es dies vor Jahren bereits gegeben, erinnert sich der Wirtschaftsförderer. Natürlich sei Barrierefreiheit für ältere Menschen, die zentral wohnen wollen, um auch bei eingeschränkter Mobilität noch selbstständig leben zu können, ein Thema, das angesichts des demografischen Wandels immer wichtiger werde.  col, geb

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