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Guter Start für psychiatrische Tagesklinik

Stadthagen Guter Start für psychiatrische Tagesklinik

Mitte 2014 hat in Stadthagen die psychiatrische Tagesklinik eröffnet. Das erste Jahr der Einrichtung der Rintelner Burghof-Klinik könne als voller Erfolg gewertet werden, berichtete Detlef Dietrich, Ärztlicher Direktor der Burghof-Klinik.

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Sylvia Bruns (zweite von rechts) lässt sich von Mitarbeitern der Tagesklinik die Einrichtung zeigen.

Quelle: js

Stadthagen. Anlass war ein Besichtigungs- und Gesprächstermin mit Sylvia Bruns. Die Landtagsabgeordnete wollte sich in ihrer Funktion als Sprecherin für Soziales der FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vor Ort umhören, wie es um soziale Einrichtungen auf Landesebene bestellt ist.

Um die Tagesklinik in Stadthagen muss sie sich nach eigenen Angaben „schon mal keine Sorgen machen“. „Wir wurden und werden von der Bevölkerung sehr gut angenommen“, sagte Dietrich. Die 18 Behandlungsplätze seien belegt, und Patienten müssen mit einer längeren Wartezeit rechnen. Innerhalb kurzer Zeit sei es gelungen, dass Vollbelegung herrsche.

Allerdings gebe es derzeit keine Pläne für eine Expansion in der Kreisstadt. „Uns sind Grenzen gesetzt“, erklärte der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Man müsse bedenken, dass die Krankenkassen nur begrenzt Geld zur Verfügung stellen. Außerdem wäre es nicht ratsam, „ein neues Haus zu bauen, wenn es dann keine behandelnden Ärzte gibt“.

Die Doktoren, die gegenwärtig in Stadthagen arbeiten, kümmern sich größtenteils um Patienten, die an Depressionen, Angstzustände, Alkoholerkrankungen sowie psychotischen Störungen leiden. Sie kümmern sich werktags von 8 bis 16 Uhr um Patienten, bei denen eine ambulante Psychotherapie zwar nicht mehr ausreicht, eine vollstationäre Behandlung aber noch nicht notwendig erscheint.

„Das Besondere an dieser Form ist, dass Patienten außerhalb der Behandlungszeiten in ihrem gewohnten sozialen Umfeld verbleiben können“, erklärte Dietrich. Auf diese Weise könne das in der Therapie Gelernte in häuslicher Umgebung erprobt beziehungsweise aktuelle Entwicklungen diskutiert werden, erklärte der promovierte Mediziner.

Neben Einzelgesprächen besteht die Behandlung unter anderem aus störungsübergreifenden wie auch störungsspezifischen Angeboten, die meist in Gruppen abgehalten werden. Während bei Letzterem gezielt die psychische Erkrankung und ihre Ursachen analysiert und behandelt werden, stehen bei störungsübergreifenden Angeboten beispielsweise Schlafhygiene oder das Trainieren sozialer Fähigkeiten auf dem Programm. js

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