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Gymnasien trotzen der Doppelbelastung

Stadthagen / Schulen Gymnasien trotzen der Doppelbelastung

Die Stadthäger Gymnasien haben ein Novum zu meistern: Erstmals werden Schüler bereits nach zwölf Schuljahren das Abitur ablegen. Gemeinsam mit den 13. Jahrgängen, die die regulären neun gymnasialen Jahre durchlaufen haben, streben sie die Hochschulreife an.

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Der Schulhof des Wilhelm-Busch-Gymnasiums ist derzeit selbst in den Pausen nahezu ausgestorben. © par

Stadthagen (par). Die Doppelabitur-Jahrgänge sind mit ihren schriftlichen Prüfungen durch und befinden sich derzeit in der mündlichen Prüfungsphase. Für die Lehrkräfte des Wilhelm-Busch- und des Ratsgymnasiums ist dies ebenfalls eine Doppelbelastung, denn außer bei der Korrektur der Abitur-Klausuren sind sie auch bei den mündlichen Prüfungen eingespannt. Bisher fühlen sich die Vertreter der beiden Schulen aber gut aufgestellt.

„Der Arbeitsaufwand ist nicht anders als sonst. Es gibt nur wenige Kollegen, die in beiden Jahrgängen eine Klasse haben. Natürlich sind aber mehr Lehrkräfte als sonst am Abitur beteiligt. Früher waren es 40 bis 50 Prozent des Kollegiums, jetzt sind es um die 70 bis 80“, erklärte die stellvertretende Schulleiterin des Ratsgymnasiums, Angelika Hasemann. 231 Schüler aus zwei Jahrgängen streben das Abitur an. Aufgrund der unverhältnismäßig hohen Zahl wird die Schule erstmals für die mündlichen Prüfungen am Montag, 9. Mai, geschlossen sein. „Alle übrigen Schüler haben an diesem Tag frei“, so Hasemann.

Auch Heiko Knechtel, Schulleiter des Wilhelm-Busch-Gymnasiums, kann der doppelte Abiturjahrgang nicht aus der Ruhe bringen. „Wir wussten, was auf uns zukommt. Der Umfang der Arbeit ist erheblich größer, aber seit langer Zeit haben wir uns darauf eingestellt. Wir haben alles im Griff“, so Knechtel. 180 Schüler streben dieses Schuljahr ihre Hochschulreife am Wilhelm-Busch-Gymnasium an. Aufgrund der hohen Anzahl an mündlichen Prüfungen hat die Schule am Donnerstag (5. Mai) den Unterricht für alle Schüler ausfallen lassen, um sich ganz den Abiturienten widmen zu können. „Das hat es in den vergangenen Jahren nicht gegeben“, erklärte Knechtel.

Sowohl die Berufsbildenden Schulen als auch die Integrierte Gesamtschule in Stadthagen müssen sich der Herausforderung Doppel-Abiturjahrgang nicht stellen. Beide bieten das Abitur nur nach 13 Schuljahren an.

Der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann weiß um die hohe Belastung der gymnasialen Lehrkräfte im gesamten Bundesland. „Unsere Schulen haben diese Mammutaufgabe hervorragend gemeistert. Die Abiturklausuren für etwa doppelt so viele Prüflinge wie sonst zu organisieren, war für viele Schulen eine logistische Herausforderung.“

Er wünschte allen Lehrern viel Durchhaltevermögen bei der Korrektur der rund 200.000 Klausuren – den etwa 50.000 angehenden Abiturienten drückte er für die noch anstehenden Prüfungen die Daumen.

Im Zeitraum vom 23. bis 25. Juni werden die Abiturzeugnisse in Niedersachsen übergeben.

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