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Händler fühlt sich ausgebootet

Wegen Kooperation zwischen Siga und AWS Händler fühlt sich ausgebootet

Als die Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg (AWS) kürzlich gemeinsam mit der Schaumburger Initiative gegen Arbeitslosigkeit (Siga) zu Spenden aufrief, hat das Patrik Völkoi verärgert. Der Inhaber des „World of Second“ an der Enzer Straße sieht andere Anbieter gebrauchter Waren durch die Zusammenarbeit von AWS und Siga benachteiligt.

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Stadthagen (tbh). „Wir bieten alle dieselbe Dienstleistung an“, betont Völkoi. Nach dem Aufruf kämen bei ihm nun viel weniger Spenden an. Der Spendenaufruf sei eine „rein kommerzielle Sammlung für die Siga“.
„Das stimmt nicht“, sagt Rudolf Krewer, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Siga. „Wer in die eigene Tasche wirtschaftet, spielt in einer ganz anderen Liga.“ Der entscheidende Unterschied sei, dass bei der Siga 40 Prozent der Angestellten eine Schwerbehinderung hätten. Die Siga sei ein reiner Zweckbetrieb.
Die Kooperation mit der Siga bezieht sich laut AWS-Sprecherin Susanne Rintelen auch vor allem auf die Reparatur von beschädigten Elektrogeräten und Fahrrädern. Zudem stellt sie klar: „Die Siga ist auf uns zugekommen.“ Andere Unternehmen könnten ebenfalls Bedarf bei der AWS anmelden.
Grundsätzlich sind laut Erstem Kreisrates Klaus Heimann die Gemeinden und Kommunen für die Ausstattung von Flüchtlingsunterkünften zuständig. Die Kosten werden vom Landkreis erstattet. Eine vertragliche Verpflichtung, derer zufolge zwangsläufig die Siga zum Zuge kommen muss, gebe es nicht. Auch Heimann verweist aber darauf, dass die Siga im Gegensatz zu anderen Anbietern nicht gewinnorientiert arbeite.
Um die Einrichtung für die Unterkünfte möglichst günstig zu bekommen, greife der Landkreis vor allem auf die Kreiseigene Schaumburger Beschäftigungs-GmbH zurück. „Wir schauen, dass wir alles zu günstigen Konditionen bekommen“, erklärt Heimann. Für die Gemeinden hat der Landkreis Richtwerte für die Höhe der Kosten vorgegeben.
Auch die Stadt Stadthagen kaufe die Ausstattung für Flüchtlingswohnungen grundsätzlich als Neuware von einem Hersteller aus Schaumburg, wie Sprecherin Bettina Burger erklärt. So könnten ein gleichbleibender Standard und eine gewisse Sicherheit gewährleistet werden. Lediglich wenn in den Unterkünften bereits eine Küche eingebaut sei, würde das vorhandene Mobiliar genutzt. Im Einzelfall sei die Siga zum Beispiel unterstützend bei der Aufstellung der Küchen tätig.

Schaumburger Beschäftigungs-GmbH

An der Schaumburger Beschäftigungs-GmbH ist der Landkreis mit rund 90 Prozent beteiligt. Dabei handelt es sich um ein Unternehmen zur Qualifizierung und Ausbildung sowie die Beschäftigung und Betreuung Arbeit suchender Menschen, vornehmlich Langzeitarbeitsloser, in gesellschaftlich nützlichen Beschäftigungsfeldern.

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