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Haus für Obdachlose im November fertig

Stadthagen Haus für Obdachlose im November fertig

Die Sanierung der Obdachlosenunterkunft an der Herminenstraße ist nach Angaben der Stadtverwaltung in vollem Gange. Wie berichtet, wird eines der beiden Häuser für etwa 280000 Euro erneuert und Mängel behoben. Ab Anfang November sollen dann 14 Menschen in dem renovierten Haus Platz haben.

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Die Bauarbeiter sind mit der Sanierung des Hauses für Obdachlose an der Herminenstraße beschäftigt.

Quelle: rg

STADTHAGEN. Da die Bewohner unter anderem über Schimmel in den Wänden und Fußböden geklagt hatten, wurde die Stadt Anfang des Sommers aktiv. Die Verwaltungssprecherin Bettina Burger teilt mit, dass bereits einige Baumaßnahmen getätigt wurden. Fertiggestellt seien bereits die Versorgungsleitungen für Wasser, Strom und Telefon im Gebäude. Außerdem sei das Dach erneuert worden und die Montage der neuen Fenster sei ebenfalls erfolgt. Die Rohinstallationen der Elektro- und Sanitäranlagen sind auch ausgeführt worden, so Burger.

Doch es gibt in den kommenden Wochen noch einiges zu tun. Es soll noch eine neue Heizungsanlage eingebaut werden. Auch das Verlegen der Fußböden und unterschiedliche Fliesenarbeiten sind noch vorgesehen. Hinzu kommen die Montage der Innentüren und die Endmontage der Elektro- und Sanitärinstallation sowie die Anbringung eines Wärmedämmverbundsystems auf die Fassade. Der Termin für die Fertigstellung ist für Anfang November vorgesehen. Die Sanierung des Gebäudes an der Herminenstraße verlaufe damit wie geplant und der Terminplan werde eingehalten. Nach der Sanierung haben 14 Menschen in dem Haus Platz.

Abgerissen wird 2018

Das zweite Haus auf dem Gelände weist ebenfalls erhebliche Schäden auf und soll abgerissen werden. Eine Sanierung sei hier nicht sinnvoll, zumal die Stadt nicht mehr so große Kapazitäten für Obdachlose benötige (wir berichteten). Die Mittel für den Abriss des zweiten Hauses sind für 2018 eingeplant, erklärt die Verwaltung. Hierüber sei im Rahmen der Haushaltsberatungen zu entscheiden.

Während der Bauarbeiten sind einige Obdachlose an der Gubener Straße in dem Gewerbepark untergebracht. „Die Stadt hat die Räumlichkeiten befristet für die Dauer der Sanierungsarbeiten an der Herminenstraße per Vereinbarung vom Landkreis angemietet“, berichtet Burger. Ein Mietvertrag mit den Obdachlosen sei aber nicht geschlossen. Da es sich um eine Obdachlosenunterkunft handelt, werde das Nutzungsverhältnis durch eine sogenannte schriftliche Einweisungsverfügung begründet. Die Kosten für ein Zimmer betragen monatlich zwischen 300 bis 400 Euro, je nach Zimmergröße. Diese variiere zwischen 16 bis 21 Quadratmetern. In den Kosten seien Neben- und Gemeinschaftskosten bereits enthalten. Darüber hinaus können die Obdachlosen die gemeinschaftliche Toiletten- und Duschanlage nutzen, die nach Männern und Frauen unterteilt ist. Auch eine Gemeinschaftsküche und ein Wasch- und Trockenraum stehen allen Bewohnern zur Verfügung.

"...wir werden immer nur hin und her geschubst“

Sofern die Obdachlosen Leistungen vom Jobcenter erhalten, wird die Miete direkt vom Jobcenter an die Stadt gezahlt. Zwei der Bewohner der Unterkunft an der Gubener Straße halten die Mietpreise für überzogen – vor allem für Stadthäger Verhältnisse.

Sandra Nehring, die derzeit in dem Gebäude an der Gubener Straße untergebracht ist, berichtet, dass sowohl das Dach als auch die Fenster seit Wochen undicht seien. Nach einem Bericht in den Schaumburger Nachrichten über die Mängel seien zwar Dachdecker vor Ort gewesen –jedoch ohne nennenswerte Verbesserungen zu erzielen, kritisiert sie. Bis heute sei nichts geschehen. Bei jedem Regenschauer regne es in den Flur und in die beiden Zimmer, die sie mit ihrem Lebensgefährten bewohnt. „Wir haben schon so viele Telefonate geführt, aber wir werden immer nur hin und her geschubst“, so Nehring.

Da die Kosten für die Zimmer so hoch sind, hat das Jobcenter laut Nehring gefordert, dass sie sich eine günstigere Wohnung suche. Gerne würde sie mit ihrem Partner eine eigene Bleibe beziehen, doch die Suche sei seit Monaten erfolglos. jemi

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