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Stadthagen Stadt Heckensterben: Es waren Herbizide
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Heckensterben: Es waren Herbizide
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00:29 07.08.2014
Quelle: pr.
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Von Stefan Rothe

Stadthagen. Das hat eine Sprecherin des Prüfdienstes der Landwirtschaftskammer Niedersachsen am Montag auf Anfrage mitgeteilt.
Demnach haben die Laboranalysen von Proben vom Tatort eindeutig ergeben, dass Herbizide im Spiel waren. „Daran kann es keinen Zweifel mehr geben“, betonte die Sprecherin.

Die Ermittlungen nach dem Verursacher würden nun intensiviert. Diese werden mit Bordmitteln von Mitarbeitern des Prüfdienstes der Landwirtschaftskammer geführt. Zu Einzelheiten der Ermittlungen wollte die Sprecherin keine Auskünfte geben. Die auf einer Gesamtlänge von rund 400 Meter abgestorbenen Hecken liegen ganz überwiegend am Rande von bewirtschafteten Ackerflächen.

Die Beweispflicht liege bei der Landwirtschaftskammer, führte die Expertin aus. „Entweder stoßen wir auf jemanden, der das Fehlverhalten einräumt oder die Indizien müssen so hart sein, dass eine Beweisführung möglich ist.“

Der Vorfall stelle einen Verstoß gegen das Pflanzenschutzgesetz dar, so die Sprecherin weiter. Dabei handele es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Der Bußgeldkatalog ermögliche hier empfindliche Sanktionen. Bei einem vorsätzlichen Verstoß reiche die Spanne bis zu einer Geldbuße in Höhe von 50 000 Euro. Liege beim unsachgerechten Umgang mit Herbiziden Fahrlässigkeit vor, sei eine Sanktionierung bis zu 20 000 Euro möglich.

Wenn es sich bei dem Verursacher um einen Landwirt handeln sollte, könnten auch Betriebsprämien aus EU-Mitteln zumindest teilweise zurückverlangt werden, führte die Expertin der Landwirtschaftskammer aus.

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