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Heftiger Streit um Öffnungszeiten entbrannt

Stadthagen / Wochenmarkt Heftiger Streit um Öffnungszeiten entbrannt

Eigentlich hatte der Rat am Montagabend eine neue Satzung für den Wochenmarkt verabschieden sollen. Doch dazu kam es nicht. Das Thema wurde von der Tagesordnung abgesetzt.

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Um die Frage, wie lange der Wochenmarkt im Sommerhalbjahr an Sonnabenden geöffnet haben soll, ist ein heftiger Streit entbrannt.

Quelle: rg

Stadthagen (ssr). Hintergrund ist eine heftige und noch offene Auseinandersetzung zwischen der Stadtverwaltung und vielen Marktbeschickern vor allem über die geplante Verlängerung der Öffnungszeiten an Sonnabenden während des Sommerhalbjahrs.

 In einem von 24 Marktbeschickern unterzeichneten Schreiben an Rat und Verwaltung vom 8. Februar, das dieser Zeitung vorliegt, hatten sich diese Händler vor allem gegen die jeweils von April bis Mai vorgesehene Verlängerung der Marktzeit an Sonnabenden von 13 auf 14 Uhr gewehrt. Auf einer Versammlung der Marktbeschicker im vergangenen Herbst hätten sich von 33 anwesenden Händlern 29 gegen eine solche Verlängerung ausgesprochen. Viele „wirtschaftliche und betriebliche Gründe“ sprächen dagegen, heißt es.

 Zumindest Verunsicherung bekunden die Standbetreiber darüber, dass sie künftig die angrenzenden Gangflächen selber von Schmutz, Schnee und Eis freihalten sollen. Das gehe nur „durch technische Unterstützung des Baubetriebshofs“, eine „grobe Reinigung von Schnee und Eis zu Marktbeginn“ durch diese städtische Einrichtung sei „unverzichtbar“, heißt es.

 Unklarheit besteht bei den Unterzeichnern auch über die von den Händlern abgeführte Werbekostenabgabe. „Wofür dieses Geld bisher verwendet worden ist, haben wir trotz mehrfacher Nachfrage nicht erhalten“, heißt es.

 Nicht zuletzt beschweren sich die Händler über eine aus ihrer Sicht mangelnde Kommunikation. Für eine bessere Transparenz sei es wichtig, dass alle Marktbeschicker auf Wunsch an den Sitzungen des Wochenmarktbeirats teilnehmen dürfen. Zudem sollten allen Händlern Protokolle dieser Sitzungen zugeleitet werden. „Reden Sie mit uns“, schließt der Brief.

 In einer Vorlage vom 17. Februar an die Ratsmitglieder nimmt die Verwaltung zu den Vorhaltungen Stellung. Die beabsichtigte Verlängerung der Marktzeit sei „maßvoll“, schreibt Bürgermeister Bernd Hellmann. Diese nur im Sommerhalbjahr vorzusehen, sei ein „Kompromiss“ mit Blick auf die ablehnende Haltung der Händler. Die Änderung sei aber zwingend hinsichtlich „des geänderten Einkaufsverhaltens“. Der Wochenmarkt müsse „mit der Zeit gehen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und um seinen Beitrag zur Attraktivität der gesamten Innenstadt zu leisten“. Da sei es „im Einzelfall nicht immer zu vermeiden, dass die übergeordneten städtischen Ziele im Sinne einer zukunftsgerichteten Innenstadtentwicklung nicht deckungsgleich mit den betrieblichen Zielen einzelner Wochenmarkthändler sind“, argumentiert Hellmann.

 Dass Markthändler im direkten Umfeld Schnee räumen müssen, sei auch auf anderen Märkten üblich. Dasselbe gelte für Einzelhändler. Über ergänzende Hilfeleistungen des Baubetriebshofes lasse sich aber reden, so Hellmann. Zum Punkt Werbekostenabgabe wird in dem Schreiben eine lange Liste von Marketinganstrengungen der Stadt auf eigene Rechnung zugunsten des Wochenmarktes angeführt.

 Abschließend räumt der Verwaltungschef ein, dass „Erfolge bei der Positionierung des Wochenmarktes nur mit den Händlern zusammen erzielt werden können“. Daher gelte es, „die Kommunikation zu verbessern“ und Dinge „intensiver zu beraten“.

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