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Stadthagen Stadt Hellmann resigniert: Es bleibt bei 13 Uhr!
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Hellmann resigniert: Es bleibt bei 13 Uhr!
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06:16 17.11.2012
Nach Vorschlag von Bernd Hellmann soll der Wochenmarkt auch künftig an Sonnabenden nur bis 13 Uhr geöffnet haben. Quelle: rg
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Stadthagen (ssr)

„Es bleibt bei 13 Uhr“, kündigte der Verwaltungschef am Mittwoch an. Dies wird er dem Fachausschuss des Rates in der kommenden Woche vorschlagen.

 Obwohl er von der Richtigkeit einer Verlängerung von der Sache her nach wie vor völlig überzeugt sei, müsse er diese „Notbremse jetzt so schnell wie möglich“ ziehen, bedauerte Hellmann. Denn „eine noch länger andauernde negative Öffentlichkeit“ würde „dem Image des gesamten Handelsstandortes schaden“. Zudem dürfe „das Verhältnis zwischen den beteiligten Akteuren Verwaltung, Markthändler, Einzelhandel und Gastronomen nicht langfristig belastet werden“. In dieser Bewertung stimmten Verwaltung und Stadtmarketing Stadthagen (SMS) überein, betonte Hellmann.

 „Die Zeit ist offensichtlich nicht reif für eine Verlängerung“, zuckte der Bürgermeister, sichtlich resigniert, mit den Schultern. Das Thema werde „permanent zerredet, die Politik hat die Debatte wiederholt neu aufgerollt und Wirbel aufgerührt“, spielte Hellmann auf die jüngere Entwicklung an. Die rot-grüne Mehrheit hatte die fertige Satzung im September von der Tagesordnung des Rates abgesetzt und eine erneute Überarbeitung verlangt. Dann hatte die CDU das Verharren beim Wochenmarktschluss um 13 Uhr gefordert. Schon zuvor war Kritik von WIR/FDP laut geworden.

 Resigniert ist der Bürgermeister offenkundig auch über die aus seiner Sicht festzustellende gegenseitige Blockade von Marktbeschickern und Einzelhändlern. Standbetreiber hatten als Voraussetzung für eine Reform verlangt, dass auch mehr Einzelhändler bis 14 Uhr öffnen. „Gespräche mit betroffenen Einzelhändlern haben aber unlängst gezeigt, dass man zur Verlängerung bis 14 Uhr nicht bereit ist, wenn bereits aufseiten der Wochenmarkthändler hierfür keine entsprechende Überzeugung besteht.“ Und: „Das gegenseitige Warten aufeinander ist wenig zielführend und heizt Diskussionen in der Öffentlichkeit an“, umschrieb Hellmann diesen Stellungskampf: „Man ist einfach nicht bereit, einmal einen Schritt nach vorne zu tun.“

 Als „leider notwendige Entscheidung, um die negativen Schlagzeilen zu beenden“, bezeichnete SMS-Chef Holger Schulz den Schritt Hellmanns. Gleichzeitig sei er „entsetzt, dass wir das so machen müssen“. Den die Anpassung an durch Untersuchungen belegbar verändertes Kundenverhalten sei überfällig, gerade um jüngere Kunden dauerhaft an den Einzelhandelstandort Stadthagen zu binden. Schulz erzürnt weiter: „Teile der Politik untergraben diese notwendige Reform, und Teile der Marktbeschicker sehen die Vorteile einfach nicht ein“. Letztlich „kann man aber niemanden gegen seinen Willen zu seinem Glück bringen“, so Schulz. Das Ganze sei „ein Schritt zurück, eine vertane Chance“.

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