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Stadthagen Stadt Herminenstraße: Gefahr für den Unterboden
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Herminenstraße: Gefahr für den Unterboden
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00:24 27.04.2015
Auf dem Weg zur Kläranlage, zum Tierheim, die im Hintergrund zu sehen sind, oder zur Kompostierungsanlage muss der Autofahrer auf stark gewölbter Fahrbahn manövrieren. Quelle: sk
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Stadthagen

Längs der etwa 50 Jahre alten Verkehrsader, die größtenteils zwischen Ackerflächen verläuft, ziehen sich auf beiden Seiten Gräben. Zu den Wasserläufen hin haben sich die Seitenbereiche der Fahrbahn abgesenkt. Diese ist mit Beton-Verbundpflaster belegt. Ein Hügel in der Straßenmitte bildete sich auf der gesamten Strecke. Bauamtsleiter Gerd Hegemann: „Es besteht die Gefahr, dass Fahrzeuge aufsetzen.“
Auch die Oberfläche der Straße hat gelitten. Die Verbundsteine klaffen im „Hügelgelände“ auseinander, und die Fahrbahnränder sind uneben. Auch für Fahrradfahrer ist das Befahren der verlängerten Herminenstraße nicht angenehm. Es sei für alle Verkehrsteilnehmer unsicher, so Hegemann.
Die Verwaltung hatte nun den Vorschlag gemacht, die abgängige Straße – zwischen Industriestraße und Kläranlage sind es 1100 Meter – in diesem Jahr für 500 000 Euro nachauszubauen. Die CDU-Fraktion im Rat und, seit Kurzem, auch die SPD/Grüne-Gruppe streben jedoch eine kostengünstigere Lösung an: Man könne doch die genannten Stadthäger Einrichtungen auch über die parallel verlaufende Lauenhäger Straße erreichen, argumentieren sie.
Allerdings müsste dann, bereits auf Lauenhäger Gebiet, die etwas 380 Meter lange Querverbindung zur Herminenstraße im Norden, die Straße An der Heidmühle, für das neue Verkehrsaufkommen gerüstet werden. Auch an die Tragfähigkeit einer bestehenden Brücke über die Hülse sei dabei zu denken, zeigte Hegemann auf. Unter anderem große Lkw und landwirtschaftliche Fahrzeuge fahren zur Kläranlage und zur Kompostierungsanlage nebenan. Die Anbindungslösung über die Lauenhäger Straße hätte einen längeren Entscheidungs- und Ausführungsweg zu Folge.
Und nicht nur die nördliche Querverbindung, auch ein 270 Meter langes Stück der südlichen verlängerten Herminenstraße müsse ausgebaut werden, weil dort zwei bebaute Anwohnergrundstücke liegen, erläuterte Hegemann.
Ob nun die komplette Strecke über 1100 Meter oder zwei Teilstücke von insgesamt 650 Metern länge ausgebaut wird: Die Fahrbahnbreite soll sich aus Kostengründen laut Hegemann von fünf auf 3,50 Meter Breite verringern. Bereits vorhandene aber ebenfalls marode Ausweichbuchten würden wieder hergerichtet. Verbundsteinpflaster soll auf der Straße nicht wieder zum Einsatz kommen, sondern Bitumen die Fahrbahndecke bilden. Hegemann: „Das hält besser.“
Der Bauausschuss will laut Hegemann am Dienstag, 28. Mai, über den Nachausbau der verlängerten Herminenstraße beschließen. sk

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