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Herrchen haften für ihre Hunde

Stadthagen / Leinenzwang Herrchen haften für ihre Hunde

Hund und Herrchen müssen in diesen Tagen auf ein Stück Freiheit verzichten: Vom 1. April bis zum 15. Juli gilt Leinenzwang in der „freien Landschaft“ – gemeint sind größtenteils Waldgebiete sowie Felder und Wiesen.

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So nicht: Derzeit müssen die Halter ihre Hunde zum Schutz vor Wildtieren an die Leine nehmen.

Quelle: rg

Stadthagen. Stadthagen (jcp). Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium begründet die Einschränkung mit dem Schutz von trächtigen Wildtieren, am Boden brütenden Vögeln und Jungtieren, die derzeit besonders durch freilaufende Hunde gefährdet seien. Da viele der erwähnten Tiere auch in innerstädtischen Parks und Grünflächen ihren Nachwuchs heranzögen, sollten Halter ihre Hunde auch da an die Leine nehmen, wo dies nicht ausdrücklich durch Beschilderung vorgegeben ist.

 Wer sich im genannten Zeitraum nicht an den Leinenzwang hält, riskiert ein Bußgeld in Höhe bis zu 5000 Euro, wie Karl Schmieding, Leiter des Ordnungsamtes des Landkreises, weiß. Bei nachgewiesener Fahrlässigkeit seien es „nur“ 2500 Euro.

 Zum ultimativen Horrorzenario für Hundebesitzer, einer Erschießung des Tieres durch den zuständigen Jäger, käme es aber lediglich, „wenn es gar nicht anders geht“ – der Hund müsste, ohne Herrchen in Sicht, beim Reißen eines Wildtieres erwischt werden. „Ich jedenfalls habe von einem solchen Fall in meiner Dienstzeit noch nicht gehört“, sagt Schmieding.

„Kann gravierende Folgen haben“

Der Frühling hält Einzug und damit auch die Zugvogelarten aus ihren Überwinterungsgebieten. So werden die Wiesenbrüter ihre Brutreviere besetzen und mit der Brut beginnen. Ebenso werden das Rehwild, der Feldhase, das Rebhuhn und der Fasan in der kommenden Zeit zur Brut schreiten. „Es herrscht generelle Leinenpflicht“, erklärte Torben Preuß vom Nabu Bad Nenndorf. Es sei wichtig, dass man Tieren die Chance lasse, ungestört zu brüten und in Ruhe ihre Jungen aufzuziehen. „Wenn Hunde die Nester stören, kann das gravierende Folgen haben. par

Verantwortung trägt der Mensch

Hunde brauchen Bewegung, weiß Kreisjägermeister Heinrich Stahlhut-Klipp. Die aktuelle Einschränkung befürwortet der Niedernwöhrener allerdings. „Wir Jäger achten da derzeit verstärkt drauf“, sagt er. In der Verantwortung stehe der Mensch, die Hunde folgten nur ihrem Instinkt. Stahlhut-Klipps schlimmstes Erlebnis bisher: Im vergangenen Jahr wurde er Zeuge, wie ein Labrador ein Rehkitz gerissen hat. Die junge Besitzerin des Hundes sei „todtraurig“ gewesen, ein Bußgeld zahlen musste sie nicht. „Die war gestraft genug“, erinnert sich der Kreisjägermeister.  jcp

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